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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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IV. Was vom Leben übrig bleibt: Wege, Irrwege und Neuanfang



(Photo: Philip Benjamin)

Wachsmodell eines menschlichen Ohres

Das hier ausgestellte Wachsmodell des Mittel- und Innenohres (Hör- und Gleichgewichtsorgan) erwarb Tiedemann in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts zusammen mit weiteren Modellen des Braunschweiger Präparators C.F.H. Heinemann (1802−1846), „Verfertiger anatomischer Präparate in Wachs am herzogl. anat. Chirurg. Inst. zu Braunschweig“.

Während im 18. Jahrhundert noch überwiegend Modelle in Originalgröße oder ganzer Körper hergestellt wurden, modifizierten die Lehrmittelhersteller im 19. Jahrhundert dies gemäß den anatomischen Spezialisierungen. Das ausgestellte Modell gehört zu einer Serie von Wachsmodellen zur Darstellung der Kopfanatomie. Es zeigt die Bogengänge, die Schnecke und die Gehörknöchelchen in starker Vergrößerung. Aus der Werkstatt Heinemanns haben sich nur einige wenige Modelle erhalten, so dass die Heidelberger Objekte als Rarität gelten.

In Tiedemanns Sammlungskatalog ist das Ohrmodell unter Nr. 86 in der Rubrik „Wachs und Gyps“ mit der Beschreibung „Das äußere und innere Ohr mit sämtlichen Theilen in Wachs, von Heinemann in Braunschweig gekauft“ verzeichnet.


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