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Leuchtkugeln: Randbemerkungen zur Geschichte der Gegenwart – digital

http://leuchtkugeln.uni-hd.de

Die Zeitschrift Leuchtkugeln. Randzeichnungen zur Geschichte der Gegenwart wurde von 1848 bis 1851 im Verlag von Emil Roller in München herausgegeben. Sie erschien anfangs monatlich dreimal, dann jedoch in wöchentlichen Heften. Jeweils 24 Hefte, von denen jedes einen Umfang von acht Seiten hat und reich bebildert ist, wurden als ein Band gezählt. Im Abonnement kostete ein Band 3 Gulden oder 1 Reichstaler 21 Silbergroschen; eine einzelne Nummer kostete 9 rheinische Kreuzer oder 3 Silbergroschen. Insgesamt erschienen sieben Bände, also 168 Hefte.

Die Illustrationen und Texte spiegeln das liberale Konzept der Zeitschrift wider. Wegen der scharf formulierten Beiträge und der schonungslosen Karikaturen standen die Leuchtkugeln unter ständiger Beobachtung der staatlichen Zensurbehörden und gerieten regelmäßig in Konflikt mit diesen, was zuletzt zum gerichtlichen Verbot im Jahr 1851 führte. Nach dem Verbot der Zeitschrift in München versuchte eine neue Redaktion, die Leuchtkugeln in Quedlinburg weiter herauszugeben, scheiterte aber schon nach kurzer Zeit und nur 13 Nummern.

Bekannte Autoren waren unter anderem: Roderich Benedix, Ferdinand Freiligrath, Ludwig Kalisch, Theobald Körner, Gottfried Kinkel, Rudolf Marggraff, Hermann Rollett, Ludwig Seeger und August Silberstein. Die künstlerische Leitung der Leuchtkugeln übernahm Franz von Seitz (1817-1883), der auch die Titelvignette entwarf; weitere Illustrationen stammen u.a. von Bernhard Fröhlich (1823-1885) und Oswald Sickert (1828-1885).

Weiterführende Literatur

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