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Lachen links : das republikanische Witzblatt - digital

http://lachenlinks.uni-hd.de

Im Oktober 1923 hatte Inflation den Wahren Jacob zur Einstellung gezwungen. Im Parteitagsprotokoll von 1924 heißt es „Der Parteiverlag Dietz (früher ‚Vorwärts`-Buchhandlung) hatte vom Parteivorstand den Auftrag, alle eingegangenen Zeitschriften wieder erscheinen zu lassen, sobald es die Verhältnisse ermöglichen.“ Am 11. Januar 1924 erschien die erste Nummer von Lachen Links unter der Überschrift „Lächerlichkeit tötet“. Chefredakteur war Erich Kuttner, die Redaktion lag bei Friedrich Wendel.

Das „republikanische Witzblatt“ ist ein eindrucksvolles Zeugnis für Witz und Satire als Mittel der politischen Auseinandersetzung in den 20er Jahren. In der sozialdemokratischen Zeitung wurden Missstände – vor allem in der Justiz – angeprangert und militaristische und faschistische Strömungen angegriffen.

Der Name des Blattes ist vermutlich aus den damaligen Parlamentsprotokollen entlehnt; dort wurde das Lachen in den unterschiedlichen politischen Lagern über den Gegner jeweils mit der Notiz „Lachen links“ bzw. „Lachen rechts“ dokumentiert.

Die Nummern erschienen meist zweifarbig, die zweite Farbe änderte sich von Nummer zu Nummer. Nur einige wenige Sondernummern erschienen mehrfarbig. 1925 wurde der Preis von 25 auf 20 Pfennige pro Heft gesenkt, das Blatt war somit das „billigste Witzblatt Deutschlands“.

Im Juni 1927 stellte Lachen links sein Erscheinen ein, und der Wahre Jacob trat wieder an seine Stelle. So heißt es in der letzten Nummer: „Nichts wird unterbrochen, nichts wird abgebrochen.“ […] „Daß der Kampf, den Lachen links gegen soziale und kulturelle Rückständigkeit und Entwicklungsfeindlichkeit mit der Waffe der Satire geführt hat, nicht abgebrochen wird, ist eine Selbstverständlichkeit. Es wird weitergeführt unter der alten, der deutschen Arbeiterschaft und der gesamten Öffentlichkeit durch lange Jahrzehnte hindurch wohlvertraut gewordenen Flagge des Wahren Jacobs

Weiterführende Literatur

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