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Imago: Zeitschrift für Anwendung der Psychoanalyse auf die Geisteswissenschaften – digital

Die Zeitschrift Imago: Zeitschrift für Anwendung der Psychoanalyse auf die Geisteswissenschaften erschien von 1912 bis 1937 vierteljährlich im Internationalen Psychoanalytischen Verlag in Wien und Leipzig und wurde von Sigmund Freud herausgegeben. Mitherausgeber waren Hanns Sachs und Otto Rank, verlegt wurde die Zeitschrift durch Hugo Heller. Zunächst war geplant, die Zeitschrift Eros und Psyche zu nennen, doch einigte man sich schnell auf den programmatisch offeneren Titel Imago, nach einem Roman von Carl Spitteler von 1906. Ziel der Zeitschrift war es, die Rolle der Psychoanalyse innerhalb von Kultur und Gesellschaft sowie ihre Beziehung zu den Künsten und zur Ästhetik zu hinterfragen, getreu des Freud’schen Credos, dass die Psychoanalyse sich nicht nur mit medizinischen Fragen beschäftigen müsse. Die Textbeiträge stammten von namhaften Psychiatern, Psychologen und Psychoanalytikern aber auch von Theologen, Soziologen, Anthropologen, Philosophen, Kulturwissenschaftlern und Literaten, u.a. Sigmund Freund selbst, Karl Abraham, Sándor Ferenczi, Eduard Hitschmann, Ernest Jones, Sabina Spielrein und Stefan Zweig. In den einzelnen Aufsätzen wurden die unterschiedlichsten historischen Ereignisse, literarischen, künstlerischen und musikalischen Werke sowie allgemeine kulturelle Fragen aus psychoanalytischer Perspektive interpretiert. Dabei richtete sich die Zeitschrift nicht nur an ein Fachpublikum sondern vielmehr an gebildete und interessierte Laien. Sie fand breiten Anklang und wurde bald zum erfolgreichsten Medium des Verlags. Nach dem Anschluss Österreichs und der erzwungenen Auflösung des Verlages, zog die Zeitschrift in die USA um, wo Hanns Sachs sie unter Mitarbeit von Anna Freud u.a. von 1939 bis 1940 unter dem Namen American Imago weiter führte, ehe sie 1941 mit der Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse zusammengelegt wurde.

Weiterführende Literatur

Alle in dieser Zeitschrift enthaltenen Aufsätze sind im lokalen Online-Katalog HEIDI erfasst und können somit auch über den SWB und
arthistoricum.net recherchiert werden.

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