Navigation überspringen
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Universitätsbibliothek

Digitalisierung historischer Quellen zum Kunsthandel in deutschsprachigen Raum: Auktions-, Antiquariats- und Verkaufskataloge der Jahre 1871 bis 1949

Erörterungen auf dem Gebiete der sächsischen Münz- und Medaillen-GeschichteZielsetzung des Projekts ist die Digitalisierung der Sammlung historischer Auktions-, Antiquariats- und Verkaufskataloge der Jahre 1871 bis 1949 aus dem deutschsprachigen Raum im Bestand der UB Heidelberg - vom denen bislang nur ein Teil im Rahmen von „German Sales“ online verfügbar ist."

Die UB Heidelberg hat seit dem Jahr 2010 gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern wie der Kunstbibliothek in Berlin und dem Getty Research Center in Los Angeles sowie mit Unterstützung der DFG durch das Angebot „German Sales“ eine einzigartige, im Open Access verfügbare Quellenbasis zu einem wichtigen Teil des Kunsthandels im deutschsprachigen Raum der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (1901-1945) geschaffen. Über eine komfortable Recherchemaske können Metadaten und die kompletten Volltexte von rund 10.000 digitalisierten Auktionskatalogen durchsucht werden. Alle Projektergebnisse werden über das Portal „German Sales“ in arthistoricum.net präsentiert. Neben zahlreichen Rückmeldungen der Fachcommunity und dabei besonders von Provenienzforscher*innen belegen täglich ca. 7.000 qualifizierte Downloads aus aller Welt die Akzeptanz und Relevanz des Angebots.

Allerdings fand durch die Beschränkung auf Auktionskataloge bislang eine Konzentration auf den Sekundärmarkt statt, der u.a. für die kunstwissenschaftliche Erforschung Moderne wichtige Primärmarkt blieb dabei bislang vollständig unberücksichtigt. So sollen in einem weiteren, derzeit in Vorbereitung befindlichen DFG Projekt auch ausgewählte, vor allem Berliner Galeriepublikationen bearbeitet werden und auch der Bearbeitungszeitraum insgesamt auf 1871-1949 ausgedehnt werden.

In seiner Gesamtheit stellt das Angebot „German Sales“ mit der nachhaltigen Bereitstellung unverzichtbarer Quellen zum deutschen Kulturerbe im Volltextzugriff bereits jetzt ein einzigartiges Instrument für die Provenienz- und Kunstmarktforschung und nicht zuletzt für die Suche nach Raubkunst dar. Durch „German Sales“ werden die Objektbiographien sowie die Akteur*innen und Orte dieser Geschichte in einer nie da gewesenen Schärfe identifizier- und rekonstruierbar. Die weitere Komplettierung dieser Quellenbasis auch über die DDB stellt somit einen wesentlichen Beitrag zu diesem hochrelevanten Thema dar.

Bei all diesen aktuellen Aktivitäten fanden jedoch immer nur Teilkonvolute aus den Sammlungen der UB Heidelberg Berücksichtigung. So bleibt das große Desiderat, nun endlich den kompletten Bestand historischer Auktions-, Antiquariats- und Verkaufskataloge der Jahre 1871 bis 1949 aus dem deutschsprachigen Raum in der UB Heidelberg in das weltweit etablierte Portal „German Sales“ integrieren zu können. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der teilweise schlechte Erhaltungszustand der Kataloge die Nutzung der Originale stark einschränkt. Vorgesehen ist deshalb, die noch ausstehenden Bände im Rahmen von „Neustart Kultur“ zu digitalisieren und Open Access über German Sales sowie die DDB etc. nachhaltig bereitzustellen.

Zur Übersicht der Drittmittelprojekte

zum Seitenanfang