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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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IV. Was vom Leben übrig bleibt: Wege, Irrwege und Neuanfang



„Badische Schädel”

Die Sammlungsaktivitäten Carl Gegenbaurs

Carl Gegenbaur, Institutsleiter von 1873 bis 1902, dokumentierte in einem Zugangsbuch lediglich die Präparate, die im Laufe eines Jahres neu in die Sammlung kamen. Da das Buch nicht durchgängig geführt wurde, lässt sich heute nicht mehr feststellen, wie viele Objekte sich während seiner Zeit als Institutsleiter im Institut befanden. Die einzige ergiebige Quelle über seine Schädelsammlung findet sich in einer Dokumentation von Joseph Mies aus dem Jahr 1896.

Die Publikation entstand im Kontext einer Gesamterfassung der Anthropologischen Sammlungen Deutschlands durch die Deutsche Anthropologische Gesellschaft. Die Messung und Beschreibung der damals in Heidelberg aufbewahrten 318 Schädel erfolgte in den Jahren 1892 und 1893.

Der ausgestellte Schädel Nr. 115 ist einer von insgesamt 254 bei Mies gelisteten „Badischen Schädeln“. Es handelt sich um den Schädel eines erwachsenen Mannes aus Baden mit der damaligen Ordnungsnummer 449. OI 336, der im Heidelberger Sektionssaal präpariert wurde. Der Schädel zeigt Anzeichen einer Progenie, einem umgekehrten Überbiss, denn die Zähne des Unterkiefers stehen teilweise vor denen des Oberkiefers.

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