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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Fliegende Blätter – digital

(http://fliegendeblaetter.uni-hd.de)

Erste Seite der ersten Ausgabe der Fliegenden Blätter von 1845 Das humoristisch-satirische, reich illustrierte Wochenblatt „Fliegende Blätter” erschien von 1845 bis 1944 in München im Verlag Braun & Schneider. Die einzelnen Nummern bestanden aus je acht, lange Zeit undatierten, Seiten und erschienen in einem wöchentlichen Tournus.

Allgemeine Wertschätzung erfuhren die Fliegenden Blätter für ihre zielsichere, satirische Charakterisierung des deutschen Bürgertums und gelten als Kompendium humoristischer Zeitkritik. Beliebte Serienfiguren aus der Zeitschrift waren seit 1845 die beiden Typen Biedermann und Bummelmaier, aus deren Namen der Begriff Biedermeier entstand.

Als gleichermaßen künstlerisch wie drucktechnisch bedeutsam gelten die „Fliegenden Blätter” durch die hohe Qualität ihrer Ausstattung. Ihr Initiator, der in Aschaffenburg geborene Kaspar Braun (1807-1877) gründete zusammen mit dem Regensburger Buchhändler und Jugendschriftsteller Friedrich Schneider die nach ihnen benannte Firma „Braun & Schneider”. Der Verlag sorgte durch die Schulung seiner Stecher dafür, dass die Drucke direkt vom Holzstock – erst ab 1885 im galvanischen Verfahren – eine erstaunliche Ausdrucksfähigkeit erreichten.
Die Illustrationen in den fliegenden Blättern stammten von namhaften Künstlern wie z.B. Wilhelm Busch, Gustav Adolf Closs, Hans Kaufmann, Adolf Oberländer, Franz Graf von Pocci, Moritz v. Schwind und Carl Spitzweg.

zur Bilderschließung in HeidICON

Beilage und Beiblatt zu den Fliegenden Blättern

Von 1870 bis zum 2. März 1879 enthielten die „Fliegenden Blätter” die „Beilage der Fliegenden Blätter”.

Ab dem 9. März 1879 enthielten die „Fliegenden Blätter” das „Beiblatt der Fliegenden Blätter”.

Literatur (in Auswahl)

Fragen, Anregungen und Kritik bitte an Brief Dr. Maria Effinger oder Brief Claudia Schmidt, M.A.

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