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Annales du Musée et de l'Ecole Moderne des Beaux-Arts – digital

1801 hat der Maler Charles-Paul Landon die Zeitschrift Annales du Musée et de l’École Moderne des Beaux-Arts in Paris gegründet, um darin die Kunst des Louvre und der École Moderne des Beaux-Arts vorzustellen. Bis 1835 wurde die Zeitschrift jährlich von Landon selbst herausgegeben.

Die umfangreichen Bände präsentieren sich wie Sammlungen von Kupferstichen, die Reproduktionen von Kunstwerken darstellen. Jede Tafel wird von einem Text begleitet, in dem Landon die Ikonographie des Bildes beschreibt, aber auch die bildliche oder architektonische Komposition. Außerdem erklärt der Text auch, in welchem Kontext das Kunstwerk entstanden ist, z. B. für den Salon oder einen Wettbewerb und ähnliches. Die Beschreibung umfasste auch, welche Preise oder Anerkennungen der jeweilig Künstler für sein Werk erhalten hat.

Das Ziel Landons war nicht nur, die alte und antike Kunst abzubilden, was nichts Ungewöhnliches war, sondern auch die zeitgenössische Kunst vorzustellen. Außerdem wuchs der Bestand des Louvre in der damaligen Zeit stark an, unter anderem durch die Inbesitznahme von Kunstwerken u.a. durch Napoleons Ägyptenfeldzug aber auch während der Revolutionen und den damit verbundenen Enteignungen.

Landon wollte damit eine Alternative zu den reich illustrierten aber auch teuren Kupferstichsammlungen bieten, die damals verbreitet waren. Die einfache Herstellungstechnik und das kleine Format der Bände erlaubten es, die in der damaligen Zeit berühmten Werke der alten und der neuen Kunst einer breiten Masse der Bevölkerung zuganglich zu machen. Landons Bestrebung, diese Kunstwerke vielen zugänglich zu machen, war mit großer Wahrscheinlichkeit durch seine Tätigkeit als Journalist und Kunstkritiker beeinflusst.

Landons Interesse an zeitgenössischer Kunst veranlasste ihn 1808 zur Herausgabe einer neuen Serie von Annales, die sich vollständig den im „Salon de Paris“ ausgestellten Kunstwerken widmete.

Weiterführende Literatur

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