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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Universitätsbibliothek

Hilfe zur Benutzung von Datenbanken

Glossar

Das unten stehende Glossar gibt einen Überblick über wichtige Begriffe zum Thema Datenbanken.

Wenn Sie schnell eine Erklärung zu einem bestimmten Begriff benötigen, können Sie die alphabetisch aufbereitete Liste nutzen.

Systematische Version

Zum Erwerb von Informationskompetenz ist die systematische Version (PDF-Datei, 40 KB) nützlich. Sie orientiert sich an der Durchführung einer Datenbankrecherche und zeigt in besonderem Maße allgemeine Strukturen in den vielfältigen Suchoberflächen der Datenbanken auf, so dass Sie effektive Suchstrategien entwickeln können.

Persönliche Beratung und Schulungen

Weitergehende, ausführliche Beratung zur Nutzung der Datenbanken erhalten Sie bei den MitarbeiterInnen der Informationszentren.

In regelmäßig stattfindenden Schulungen wird zudem der sichere Umgang mit Datenbanken vermittelt. Beachten Sie daher bitte unser aktuelles Schulungsprogramm.

Anregungen und Kritik nehmen wir gern entgegen.

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Dieses Glossar ist eine leicht modifizierte Ausgabe des an der Universitätsbibliothek Wuppertal erstellten Originals.

Abstract
Inhaltsangabe: kurze, nicht wertende Beschreibung eines Dokumentes. Anhand von Abstract und Schlagwörtern kann man erkennen, ob das in der Datenbank nachgewiesene Dokument relevant ist.
All fields = Langformat
Ausgabeformat
Beim Export von Datensätzen gibt es verschiedene Ausgabeformate. Wählen kann man meist zwischen Kurzformat und Langformat. In der Regel sind für den Export die angebotenen Standard-Formate (z.B. Zitier-Format) zu empfehlen, da die Felder mit den bibliographischen Angaben exportiert werden. Viele Datenbanken bieten dem Nutzer die Möglichkeit, die zu exportierenden Felder selbst zu definieren (Anwender-Format).
Autor
Im Autorenfeld kann man Literatur, die von den jeweiligen Personen verfasst oder herausgegeben wurde (Primärliteratur), suchen. Es empfiehlt sich eine Suche über den Index, da die Namensbestandteile in einer datenbankspezifischen Form (Suchsyntax) eingegeben werden müssen (z.B. in Anführungszeichen oder Klammern).
Literatur über Autoren (Sekundärliteratur) kann man über das Freitext- oder Schlagwortfeld suchen.
Basic index = Freitext
Bibliographie
Ein nach bestimmten Kriterien angelegtes Schriftenverzeichnis, ein Nachweis zur Existenz von Literatur unabhängig vom Vorhandensein in einer Bibliothek. Nachgewiesen sind auch unselbständig erscheinende Schriften (z.B. Aufsätze und Beiträge in Zeitschriften u.a. Sammelwerken) sowie graue Literatur (außerhalb des Buchhandel Erscheinendes: z.B. Kongress-Schriften, Forschungsberichte, Firmenschriften, Patentschriften, Prospekte, usw.).
Je nach Anlagekriterium der Bibliographie unterscheidet man verschiedene Typen, z.B. Nationalbibliographie, Fachbibliographie, u.a. Aufgrund der Publikationsform unterscheidet man zwischen gedruckter Bibliographie und Datenbank bzw. CD-ROM-Datenbank.
Die in Bibliographien verzeichnete Literatur ist nicht vollständig in der Universitätsbibliothek Heidelberg vorhanden. Recherchieren Sie daher in unserem Lokalkatalog HEIDI (OPAC), ob die gefundenen Quellen in Heidelberg verfügbar sind. Weitere Besitznachweise kann man in Verbundkatalogen ermitteln. Die Bestellung nicht vorhandener Literatur ist über Fernleihe oder Dokumentlieferdienste möglich.
Bibliographische Datenbank
Elektronische Form einer Bibliographie.
Bibliothekskatalog / Katalog / HEIDI
Verzeichnis des Bestandes einer Bibliothek (als alphabetischer Katalog nach formalen Gesichtspunkten wie Autor, Titel, usw. geordnet). Viele Bibliotheken verfügen über öffentlich zugängliche Online-Kataloge (OPAC = Online Public Access Catalogue), in denen man die Suche mit vielfältigen Suchbegriffen mehrdimensional und simultan (gleichzeitig) durchführen kann.
Suche im Onlinekatalog HEIDI der Universitätsbibliothek Heidelberg.
Wie in vielen anderen Bibliothekskatalogen werden auch im OPAC der Universitätsbibliothek Heidelberg (Reiter "HEIDI") überwiegend die Standorte von selbständig erscheinenden Werken (Bücher, Zeitschriften usw.) nachgewiesen. Aufsätze aus Sammelwerken (z.B. aus Zeitschriften) finden Sie in HEIDI über den Reiter "Artikel & mehr".
Außer Katalogen einzelner Bibliotheken gibt es Verbundkataloge, in denen der Bestand von mehreren Bibliotheken nachgewiesen wird.
Boolsche Operatoren
Mit Hilfe logischer Operatoren (UND, ODER, NICHT...), benannt nach dem Mathematiker George Boole, kann man mehrere Suchbegriffe oder auch Suchfelder miteinander kombinieren. Die Suche kann damit eingeengt oder erweitert werden. In einigen Datenbanken kann man zur Verknüpfung auch die entsprechenden mathematischen Zeichen (z.B.: +, -, usw.) verwenden. Welches Zeichen benutzt werden kann, entnimmt man den jeweiligen Hilfetexten der Datenbanken.
  • Oder / Or
    Mit diesem Operator kann man seine Suche erweitern. Entweder der eine oder der andere Suchbegriff soll im Dokument vorkommen (gebildet wird die Vereinigungsmenge). Als Zeichen wird meist das Komma benutzt.
  • Und / And
    Alle gesuchten Begriffe sollen vorhanden sein. Sowohl der eine als auch der andere Begriff sollen im Dokument vorkommen (gebildet wird die Schnittmenge). Mit diesem Operator kann man seine Suche präzisieren. Hierfür können auch "+" oder "&" benutzt werden.
  • (Und) Nicht / (And) Not
    Dieser Operator dient ebenfalls zur Einengung der Suche. "Nicht" schließt einen Suchbegriff aus: der eine, nicht aber der andere soll im Dokument vorkommen (Ausschlussmenge). Man kann die Zeichen - (Minus), "#" bzw. "und!" benutzen.
  • Klammerung
    Damit die verwendeten Operatoren in geeigneter Weise gesucht werden, sollte man sich der logischen Klammerung (Klammern in mathematischen Ausdrücken) bedienen. Normalerweise wird "und" vor "oder" gesucht.
Außer der Verknüpfung der Suchbegriffe bzw. Suchfelder kann bei der Suche auch die Beziehung mehrerer Worte untereinander von Bedeutung sein. Dann sollte man geeignete Kontextoperatoren verwenden.
Brief fields = Kurzformat
CD-ROM
CD (Compact Disk): eine metallbeschichtete Kunststoffscheibe zur Speicherung maschinenlesbarer Daten, die nur "gelesen" werden können (ROM: read only memory).
CD-ROM-Datenbank
Datenbank auf CD-ROM. Neben der Benutzung an einzelnen Rechnern können CD-ROM-Datenbanken auch in einem Rechnernetz zur Verfügung gestellt werden. Im Netz der Universitätsbibliothek können Sie eine Vielzahl von allgemeinen sowie fachspezifischen Datenbanken, darunter auch CD-ROM-Datenbanken, nutzen. Bei der Recherche in CD-ROM-Datenbanken sollte man darauf achten, welchen Stand (Datum) die Datenbank hat und wann bzw. wie häufig Aktualisierungen (= Updates) durchgeführt werden. Diese Daten und weitere Informationen zur gewünschten Datenbank finden Sie im jeweiligen Info-Text.
Classification code = Notation
Complete reference = Langformat
Controlled term = Deskriptor
Current-Contents-Datenbank
Datenbank, die Inhaltsverzeichnisse (Table of Contents) von Fachzeitschriften enthält. Zusätzlich zur Suche in den Artikeldaten kann der Benutzer in den aktuellen Inhaltsverzeichnissen einer ausgewählten Zeitschrift browsen (blättern).
Database = Datenbank
Datenbank / Database
Ein elektronisches System zur Speicherung und Verwaltung umfangreicher Datenmengen, auf die man mit entsprechenden Suchprogrammen zugreifen kann. Man unterscheidet bibliographische Datenbanken (Referenzdatenbanken), in denen man nur kurze Datensätze findet, Faktendatenbanken, die i.d.R. elektronische Versionen von Lexika und Nachschlagewerken darstellen, sowie Volltextdatenbanken mit umfangreichen Texten (Werkausgaben einzelner Autoren, Lexika, Hand-, Wörter- oder Adressbücher sowie Zeitungsarchive).
In Online-Datenbanken sind die gespeicherten Daten direkt per Fernzugriff erreichbar. Eine Speicherung auf Datenträgern ist z.B. als CD-ROM-Datenbank möglich.
Wie bei den Bibliographien unterscheidet man bei den Datenbanken je nach Anlagekriterium zwischen allgemeinen sowie fachspezifischen Datenbanken (Fachdatenbanken). Im Netz der Universitätsbibliothek werden eine Vielzahl von Datenbanken aller Art zur Nutzung bereitgestellt.
Datensatz / Record
Die Datensätze repräsentieren die in der Datenbank nachgewiesenen Dokumente. In bibliographischen Datenbanken (Referenzdatenbanken), in denen keine Volltexte abgespeichert sind, gehören zum Datensatz die bibliographischen Angaben, d.h. die formale Beschreibung eines Dokumentes (auch Fundstelle, Titelaufnahme oder Zitat) sowie Angaben zum Inhalt der Dokumente (Schlagwörter und Abstract).
Die Datensätze sind in verschiedene Felder/Kategorien unterteilt, die zur Suche benutzt werden können. Beim Export werden je nach Ausgabeformat unterschiedliche Felder ausgegeben.
Deskriptor / Controlled term
Normiertes Schlagwort aus einem kontrollierten, verbindlichen Vokabular; in einem Ordnungssystem (Thesaurus) ausdrücklich zugelassenes Wort.
Dokumentbeschaffung / Literaturbeschaffung
Es gibt viele Volltextdatenbanken. Verwenden Sie aber eine Referenzdatenbank ohne Volltext, werden Sie nach erfolgreicher Recherche und anschließendem Export der relevanten Datensätze die Dokumente beschaffen wollen. Dazu sollten Sie zuerst unseren Online-Katalog HEIDIüberprüfen. Zur Beschaffung der nicht in Heidelberg vorhandenen Literatur stehen Ihnen die Fernleihe oder andere Dokumentlieferdienste zur Verfügung.
Druck = Export
DVD
DVD (Digital Versatile Disc): eine mit Aluminium beschichtete Kunststoffscheibe, die äußerlich nicht von der CD zu unterscheiden ist. Die Datendichte der DVD ist jedoch höher als die der CD, da die DVD zweiseitig beschrieben werden kann und pro Seite zwei Schichten aufweisen kann, wodurch sich je nach Ausführung eine Datenkapazität von bis zu 17 Gigabyte ergibt.
DVDs gibt es in mehreren Formaten. Bei der DVD-ROM können die gespeicherten Daten wie bei der CD-ROM nur "gelesen" werden. DVD-ROMs eignen sich somit als Speichermedium für Datenbanken.
Export
Die meisten Datenbanken bieten Ihnen die Möglichkeit, gefundene Angaben (Datensätze oder Volltexte) zu exportieren. Häufig ist ein direkter Versand der Ergebnisse per E-Mail möglich. Aus technischen Gründen kann bei einigen Datenbanken nur das Drucken oder das Speichern der Ergebnisse möglich sein.
Eine ausführliche Anleitung zum Drucken und Speichern finden Sie auf unseren WWW-Seiten. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Auskunftspersonal in den Informationszentren (IZA und IZN).
Fachbibliographie
Bibliographie (Verzeichnis von Schriften/Veröffentlichungen) zu einem Thema oder Fachgebiet.
Fachdatenbank
Datenbank, die wie die Fachbibliographie nur Dokumente eines Fachgebietes nachweist. Für verschiedene Fachgebiete finden Sie Zusammenstellungen relevanter Datenbanken über die Fachübersicht der Datenbanken.
Freetext = Freitext
Freitext / Freetext / Basic index / "Überall"
Die Suche nach einem Begriff oder Namen wird in mehreren Feldern simultan (gleichzeitig) durchgeführt. In der Regel werden Stichwörter, Schlagwörter und Wörter aus dem Abstract über die Freitextsuche gleichzeitig recherchiert, in einigen Datenbanken wird auch das Autorenfeld zusammen mit anderen Feldern durchsucht, manchmal wird die Suche "überall", d.h. in allen Feldern der Datenbank, durchgeführt.
Ein leichter Einstieg in die Recherche ist über das Freitextfeld möglich und daher angeraten. Diese Rechercheart ist auch dann sinnvoll, wenn die Suche per Schlagwort keine ausreichende Trefferzahl ergibt.
HEIDI = Bibliothekskatalog der UB Heidelberg
Full text = Volltext
Index / Register
Alphabetische bzw. alphanumerische Liste aller Begriffe innerhalb eines oder mehrerer Suchfelder. Zu jedem Feld kann man sich den Index anzeigen lassen und einen oder mehrere Begriffe daraus zur Suche auswählen, bei einigen Datenbanken wird man sogar automatisch bei der Eingabe von Zeichen in den jeweiligen Index geleitet.
Die Suche über den Index empfiehlt sich bei nicht bekannter Schreibweise eines Begriffes bzw. bei Unkenntnis der Suchsyntax.
Joker = Platzhalter
Katalog = Bibliothekskatalog
Keyword = Stichwort
Klassifikation = Systematik
Kontextoperatoren
Im Unterschied zu den Boolschen Operatoren, durch die Suchbegriffe bzw. Suchfelder miteinander kombiniert werden können, ist bei der Verwendung der Kontextoperatoren die Beziehung der Wörter untereinander von Bedeutung. Es ist wichtig, wo ein Wort vorkommt, und es wird unterschieden, ob ein Wort neben einem anderen steht oder ob es im selben Satz steht oder zumindest im selben Suchfeld vorkommt.
  • neben / adj (für adjacent = nebeneinander)
    Die gesuchten Wörter sollen in der angegebenen Reihenfolge unmittelbar nebeneinander vorkommen. Gesucht wird also eine Phrase. In einigen Datenbanken gibt es die Möglichkeit, durch das Anfügen einer Zahl (z.B. neben2 / adj2) den Abstand zwischen den Wörtern zu vergrößern und z.T. auch die Reihenfolge der Wörter untereinander (vgl. dazu die jeweiligen Hilfetexte der Datenbanken).
  • mit / with
    Die Wörter müssen im selben Satz vorkommen.
  • gleich / same
    Die Wörter müssen im selben Suchfeld vorkommen.
Kurzanzeige = Kurzformat
Kurzformat / Kurzanzeige / Brief fields
Kurzinformation über den gefundenen Datensatz: Hier findet man auf jeden Fall die bibliographischen Angaben wie Autor, Titel, Erscheinungsjahr und Quelle.
Kurztitelliste = Trefferliste
Langformat / Langanzeige / Vollformat / All fields / Complete reference
Alle von der Datenbank erfassten Felder werden angezeigt, sofern sie für den einzelnen Datensatz belegt sind. Zusätzlich zu den Feldern des Kurzformates findet man Schlagworte, Abstract usw.
Listenanzeige = Trefferliste
Literaturbeschaffung = Dokumentbeschaffung
Maskierung = Trunkierung
Notation / Classification code
Bezeichnung einer Systemstelle bzw. Systemgruppe in einer Systematik oder Klassifikation durch eine Kombination von Buchstaben und/oder Ziffern.
Phrase / Phrasensuche
Man kann nach Wortfolgen oder festen Begriffen suchen. Die gesuchten Wörter sollen in der angegebenen Reihenfolge unmittelbar nebeneinander vorkommen (z.B. "Heidelberger Schloß", "Universitätsbibliothek Heidelberg").
Die Phrase wird dabei in Anführungszeichen, seltener in Klammern eingeschlossen. In einigen Datenbanken wird zur Phrasensuche der Kontextoperator (adj, für adjacent = nebeneinander) verwendet (z.B. personal adj computer). Innerhalb einer Phrase können auch Stoppwörter zur Suche benutzt werden ("Herr der Ringe").
Phrasensuche = Phrase
Platzhalter / Wildcard / Joker
Es gibt verschiedene Zeichen, die als Platzhalter für die Trunkierung dienen: * (= Asterisk), ?, $ oder # (vgl. dazu die jeweiligen Hilfetexte der Datenbanken). In der Regel steht dieser Platzhalter für beliebig viele Zeichen. Es gibt auch Datenbanken, in denen der Platzhalter nur genau ein Zeichen ersetzt, entsprechend *** für drei Zeichen. Man kann einen Platzhalter auch in der Wortmitte einsetzen. Dies ist sinnvoll, wenn die Schreibweise eines Suchbegriffes nicht bekannt ist (z.B. Me?er für Meier oder Meyer).
Quelle / Source
Hier findet man die bibliographischen Angaben, die notwendig sind, um die in den Datenbanken nachgewiesenen Dokumente zu beschaffen. Bei Monographien (Büchern) gehören hierzu neben Autor und Titel (mit eigenen Feldern) die Angaben zum Impressum (Erscheinungsort, -verlag, -jahr, Seitenzahlen usw.). Bei unselbständig erschienenen Schriften geben die Quellenangaben Auskunft zu dem "übergeordneten" Werk, d.h. bei Aufsätzen findet man Angaben zu der Zeitschrift mit Jahrgang, Band, Heft und Seitenzahlen, bei Buchkapiteln findet man Angaben zu dem Buch, aus dem das Kapitel stammt.
Recherche = Suche
Recherchesyntax = Suchsyntax
Register = Index
Schlagwort
Ein kurzes, den Inhalt eines Dokumentes möglichst genau und vollständig kennzeichnendes Wort, das zugeteilt wird und im Dokument nicht vorkommen muss (s.a. Deskriptor).
Search = Suche
Source = Quelle
Stichwort
Ein dem Sachtitel (oder dem Zusatz zum Sachtitel) entnommenes Wort, das in vielen Fällen für den Inhalt eine wichtige Bedeutung hat. Bei unpräzisen Sachtiteln wird der Inhalt ungenau wiedergegeben. Synonyme und fremdsprachliche Entsprechungen werden bei der Suche nicht berücksichtigt. Daher ist eine sachliche Suche über Schlagwörter sinnvoller.
Stoppwörter / Stopwords
Manche Wörter werden bei der Suche ignoriert. Dies sind häufig und unspezifisch vorkommende Wörter wie Artikel, Präpositionen, Pronomen (z.B. der, die, das, ein, einer/s, er, sie, es, ab, von, zu) sowie deren fremdsprachige Entsprechungen. Nach den Boolschen Operatoren und speziellen Zeichen (+, -, &,...) kann ebenfalls nicht gesucht werden, wie auch nach Wörtern mit weniger als drei Zeichen. Stoppwörter können nur als Teil einer Phrase gesucht werden (z.B. "Herr der Ringe").
Subject heading = Schlagwort
Suchbegriff / Suchkriterium
Begriff, nachdem in einer Datenbank gesucht wird. Es gibt formale Suchbegriffe (z. B. Autor und Sachtitel) und sachliche Suchbegriffe (z.B. Stichwort, Schlagwort und Notation).
Suche / Search / Recherche
Im Bestand einer Datenbank kann mit vielfältigen, meist mehrdimensionalen Suchfragen recherchiert werden. Es können formale und sachliche Suchbegriffe verwendet und auch mehrere Suchelemente miteinander kombiniert werden, die simultan (also gleichzeitig) gesucht werden können (Vorteil gegenüber gedruckten Verzeichnissen, z.B. Bibliographien).
Suchergebnis
Nach einer erfolgreichen Suche werden die gefundenen Datensätze als Ergebnis einer einzelnen Suche oder als Ergebnismenge aller gleichzeitig durchgeführten Teilrecherchen in einer Trefferliste angezeigt.
Suchfelder
Eingabezeile in einer Suchmaske für verschiedenartige Suchbegriffe:
Suchkriterium = Suchbegriff
Suchmaske
Eingabezeile (-formular) für einzelne oder mehrere Suchbegriffe: Komfortabel für den Benutzer sind formularartige Masken mit mehreren Zeilen für die unterschiedlichen Suchfelder. Schwieriger zu benutzen sind Datenbanken mit nur einer Eingabezeile, da man sich gut mit der jeweiligen Suchsyntax auskennen muss.
In vielen Datenbanken gibt es unterschiedliche Suchmodi (Sucharten) mit entsprechenden Suchmasken: für Laien den Standardmodus (bzw. basic search) oder den Expertenmodus (advanced search) für "erfahrene" Benutzer.
Suchsyntax / Recherchesyntax
Such- oder Abfragesprache in der Datenbank: Einzelne oder mehrere Suchbegriffe werden nach bestimmten Regeln zu Suchformulierungen zusammengesetzt und in die Suchmaske eingegeben.
Systematik / Klassifikation
Zusammenhang und hierarchische Gliederung aller oder einzelner Wissensgebiete in Haupt- und Untergruppen. Die Gruppen (Systemgruppen) und ihre Unterteilungen in Systemstellen bzw. Klassen werden durch Notationen bzw. "Classification codes" bezeichnet.
Thesaurus
Wortschatz, Wörterbuch: Ein geordnetes, alphabetisch und systematisch aufgebautes Verzeichnis von Begriffsbenennungen (eines bestimmten Fachgebiets); Beziehungs- und Verweisungsnetz von Deskriptoren und Nichtdeskriptoren
  • Deskriptor: Normiertes Schlagwort aus einem kontrollierten, verbindlichen Vokabular; in einem Ordnungssystem (Thesaurus) ausdrücklich zugelassenes Wort
  • Nichtdeskriptor:Nichtzugelassene Benennung (z.B. synonymer, weniger gebräuchlicher Begriff)
  • Broader term: Oberbegriff eines Deskriptors in einem hierarchischen Thesaurus
  • Narrower term: Unterbegriff eines Deskriptors in einem hierarchischen Thesaurus
  • Explode: Bei der Suche nach einem Deskriptor werden die hierarchisch untergeordneten Deskriptoren (Unterbegriffe) in die Suche miteinbezogen.
Trefferliste / Kurztitelliste / Listenanzeige
Nach der Suche wird in der Regel eine Liste der gefundenen Datensätze im Kurzformat angezeigt, daran anschließend kann man einzelne oder mehrere Datensätze im Langformat aufrufen. Einige Datenbanken bieten auch die Möglichkeit, eine Gesamtanzeige von Trefferliste und Langformat zu benutzen.
In den meisten Datenbanken kann man nur in der Trefferliste die Datensätze für den Export markieren.
Trunkierung / Maskierung
Wortstammsuche (engl. trunk = Baumstamm) oder offenes Abkürzen: Man kann nach Wörtern suchen, deren Anfang oder Ende unbekannt ist. Durch einen Platzhalter werden alle Wörter gesucht, die den angegebenen Wortteil aufweisen. Setzt man den Platzhalter an das Ende des Suchbegriffes (Rechtstrunkierung), sollten mindestens 3 Zeichen davor stehen.
Vollformat = Langformat
Volltext / Volltextdatenbank / Full text
Im Unterschied zur Bibliographie bzw. bibliographischen Datenbank findet man in der Volltextdatenbank nicht nur kurze Datensätze, sondern Volltexte, d.h., das Dokument ist elektronisch hinterlegt, in der Regel im gleichen Umfang wie das Original. Man kann das Dokument direkt am PC lesen und evtl. abspeichern oder ausdrucken. Volltextdatenbanken sind z.B. Werkausgaben einzelner Autoren oder Zeitungsarchive.
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