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Album pratique de l'art industriel et des beaux-arts – digital

Die Kunstzeitschrift Album pratique de l'art industriel et des beaux-arts wurde von Charles Alfred Oppermann herausgegeben. Sie erschien zweimonatlich in den Jahren 1857-1867 in Paris. Der Herausgeber selbst war ursprünglich als Ingenieur im Brücken- und Straßenbau tätig, was sich zum Teil in der Ausrichtung der Publikation widerspiegelt.

Wie der Titel besagt, waren die Industriekunst – und später auch die „schönen Künste“ – das Hauptaugenmerk der Publikation. Der Titelzusatz „des beaux-arts“ kam jedoch erst im Jahr 1862 hinzu. Die Publikation richtete sich vor allem an Ingenieure, Architekten, Photographen und im Kunsthandwerk Tätige – wie z. B. Goldschmiede, Graveure oder Kunsttischler. Für diese Zielgruppen bot sie eine Sammlung von Ornamenten und „modernen“ dekorativen Elementen, die einer ökonomischen Herstellung entsprechen sollten, z. T. inklusive der Angaben zu den Herstellungskosten pro Stück, Quadratmeter oder pro laufenden Meter.

Auf der Titelseite der Zeitschrift finden sich eine Einleitung des Herausgebers mit der Zielsetzung der Zeitschrift sowie eine kurze Inhaltsangabe. Der erste Teil besteht aus Texten. Die Rubriken des Album Pratique de l’art industriel reichen von den „Projets et Propositions utiles“, der „Chronique des Beaux-Arts“, den „Notes et documents“ bis hin zur „Revue de Photographie“. In der „Chronique des Beaux-Arts“ wird zum Beispiel von Bauarbeiten an der „Fontaine St. Michel“ in Paris berichtet. Ein interessanter Ansatz findet sich in der Januar-Februar Ausgabe von 1860 in den „Projets et Propositions utiles“: Hier reklamiert Charles A. Oppermann das Fehlen von separaten Ausstellungen für die einzelnen Kunsthandwerke, die in den Kunstausstellungen oft von sekundärer Bedeutung sind. Er betont hier den Wert und die Eigenständikeit des Kunsthandwerks!

Der Abbildungsteil findet sich am Ende der Jahresausgabe. Die Illustrationen sind betitelt und zum Teil koloriert. Die Zeichnungen zeigen zum einen Details, beispielsweise von Mustern für Mosaikfußböden, zum anderen geben sie ein Panorama wieder, wie in der Gesamtansicht des „Bois de Vincennes“, wo es um Promenaden und Plantagen geht.

Insgesamt zeichnet sich das Album Pratique de l’art industriel durch seine Vielseitigkeit aus.

Weiterführende Literatur

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