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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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Ogier von Dänemark



Cod. Pal. germ. 363, Bl. 1r: Textbeginn mit Fleuronnée-Initiale ausgezeichnet „Man lieset manig abentúre (…)”

Ogier von Dänemark

Der dänische Königssohn Ogier erleidet unter den Intrigen und Repressionen des übermächtigen karolingischen Hofes ein wechselvolles Schicksal: Einerseits wird er immer wieder bedroht und gefangen genommen, andererseits hilft er mutig im Kampf gegen die Heiden.

Den Vereinnahmungsversuchen durch König Karl versucht Ogier zu trotzen und zieht gemeinsam mit den heidnischen Ungarn und Sachsen gegen diesen in die Schlacht. Wieder später gerät er während einer Pilgerfahrt ins Heilige Land in Kerkerhaft, entkommt durch ein Wunder und hilft Karls Kriegsheer, das mittlerweile im Orient die Heiden bekämpft. Seinen Lebensabend verbringt er zurück in Frankreich am Hofe Karls.

Der „Ogier von Dänemark“ ist im Umkreis des Heidelberger Hofes nach einer mittelniederländischen Vorlage entstanden, die aber bis auf wenige Fragmente verloren ist und ihrerseits auf einer altfranzösischen Dichtung („Chevalerie d’Ogier“) des frühen 13. Jahrhunderts basierte. Die deutschsprachige Version der Ogiererzählung ist nur in der Heidelberger Handschrift überliefert.

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