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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Universitätsbibliothek

I. Die Anfänge der Universität – Facultas medicinae



Johann Conrad Brunner

Der aus der Schweiz stammende Arzt wurde 1687 nach einer ärztlichen Konsultation am kurpfälzischen Hof zum ordentlichen Professor der Anatomie und Physiologie an die Universität Heidelberg berufen. Mit seinen medizinischen Forschungen erlangte er wissenschaftliche Bedeutung.

Johann Conrad Brunner wurde in Diessenhofen bei Schaffhausen geboren. Er studierte in Straßburg. Nach seiner Promotion 1672 galt sein besonderes Interesse der Anatomie, worin er sich bei renommierten Anatomen seiner Zeit fortbilden ließ. Er war überdies in London und Amsterdam als Arzt tätig. Obwohl er nur kurze Zeit in Heidelberg wirkte, sorgte er für einen vorübergehenden Aufschwung der Fakultät, nicht zuletzt durch seine neuen Lehrmethoden, die auf Experimenten basierten.

1695 wurde er Leibarzt des Pfälzer Kurfürsten Johann Willhelm, der wegen des Pfälzer Erbfolgekrieges in Düsseldorf residierte. Nach dem Tod Johann Wilhelms im Jahre 1716 verblieb Brunner, der unterdessen als Brunn von Hammerstein in den Adelsstand erhoben war, als Leibarzt im Dienste seines Nachfolgers, Karl III. Philipp. Johann Conrad Brunner starb am 2. Oktober 1727 in Mannheim.


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