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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Einsatz von Studiengebühren an der UB Heidelberg

Die Universitätsbibliothek Heidelberg erhielt bislang die folgenden Anteile an den Studiengebühren der Universität: 2007/2008: je 1,58% und 2009 2,80% (gerechnet von der Basis von rund 18 Mio € Studiengebühren der Universität gesamt). Diese wurden in Abstimmung mit der Senatskommission Studiengebühren wie folgt eingesetzt:

  1. Erweiterung der Öffnungszeiten
  2. Erweiterung der Servicezeiten (Ausleihe und Fachinformation)
  3. Verbesserung der studentischen Literaturversorgung

1. Erweiterung der Öffnungszeiten

Seit 1.5.2007 sind die Öffnungszeiten der Hauptbibliothek in der Altstadt und der Zweigstelle im Neuenheimer Feld um insgesamt 40 Stunden pro Woche erweitert. Der dringlichste Wunsch, der von Seiten der Studierenden geäußert wurde, die Sonntagsöffnung, wurde an beiden Standorten eingeführt.

Sind die Studiengebühren hier sinnvoll eingesetzt?
Durchschnittlich 2.500 bis 3.500 Nutzer nehmen die Sonntagsöffnung an, in Spitzenzeiten arbeiten bis zu 3.800 Benutzer sonntags an den beiden Standorten der Universitätsbibliothek.

2. Erweiterung der Servicezeiten

Seit 1.5.2007 sind die Servicezeiten in die Abendstunden ausgedehnt worden. Die Ausleihschalter und die bibliothekarische Fachauskunft der Informationszentren sind in der Hauptbibliothek und in der Zweigstelle im Neuenheimer Feld bis abends 19 Uhr besetzt, samstags 9 bis 13 Uhr. Damit bietet die UB Heidelberg im Vergleich zu den Zeiten vor Einführung der Studiengebühren 26 Stunden pro Woche zusätzlichen Ausleihservice und 10,5 Stunden pro Woche zusätzlichen Fachberatungsservice an.

Sind die Studiengebühren hier sinnvoll eingesetzt?
Durchschnittlich 1.000 bis 1.500 Ausleihen werden allein in den Abendstunden getätigt, in Spitzenzeiten verbuchen die Ausleihschalter knapp 2.000 Medien zwischen 17 und 19 Uhr. Samstags werden durchschnittlich 1.200 bis 1.600 Medien ausgeliehen, an Rekordsamstagen bis zu 2.200 Medien. Auch die bibliothekarische Fachauskunft am frühen Abend (17-19 Uhr) wird von den Nutzern stark nachgefragt (durchschnittlich 15% der täglichen Fachauskünfte).

3. Verbesserung der studentischen Literaturversorgung

Die studentische Lehrbuchsammlung wurde in den geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern in der Hauptbibliothek wie auch in den naturwissenschaftlichen Fächern im Neuenheimer Feld aktualisiert.

Durch zusätzliche Studiengebühren aus den Fakultäten konnten die Lehrbuchsammlungen einzelner Fächer erheblich erweitert werden. Im SS 2008 wurde ein naturwissenschaftliches E-Books-Paket des Springer-Verlages mit 400 Titeln erworben, um Nutzungsengpässe bei der gedruckten Studienliteratur abzumildern.

Die Universitätsbibliothek dankt den Kommissionen folgender Fächer für die Zuweisung von Studiengebühren:

  • Geographie
  • Germanistik
  • Mathematik
  • Physik
  • Politikwissenschaften
  • Rechtswissenschaften
  • Theologie

Sind die Studiengebühren hier sinnvoll eingesetzt?
Für 2007 verzeichnet die Nutzungsstatistik 199.478 Vormerkungen und 39.595 Fernleihaufträge. Insgesamt 239.073 mal im Jahr konnte ein Benutzer auf ein Buch oder einen Zeitschriftenband nicht zugreifen, weil diese entliehen bzw. in Heidelberg nicht vorhanden oder nicht in ausreichender Exemplarzahl vorhanden sind. Bei rund 300 Öffnungstagen entspricht dies 797 Fällen am Tag.

Diese Bedarfslage setzt sich 2008 trotz deutlicher Zusatzinvestitionen in die Literaturversorgung fort: 204.848 Vormerkungen wurden auf aktuell nicht zugängliche Titel gesetzt, 35.810 Fernleihaufträge auf nicht vorhandene Literatur erteilt, zusammen entspricht dies 802 Vorkommnissen am Tag.

Ansprechpartnerin: Rike Balzuweit Brief

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