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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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FAQs Publikationsfonds

Zeitschriftenartikel an der Universität Heidelberg 2013
Diagramm Zeitschriftenartikel an der Universität Heidelberg 2013; Anteile der verschiedenen Publikationsarten 'Closed Access', 'Open Access mit Gebühr', Open Access ohne Gebühr'
Quelle: Web of Science, PubMed, BIOSIS Previews, SciFinder,
Sociological Abstracts, International Bibliography of the Social
Sciences, GEOBASE, GeoRef, MathSciNet, Psyndex EconLit,
HeiBIB, DOAJ

Zum Fonds allgemein

Woher stammen die Mittel für den Publikationsfonds?
Der Fonds ist Teil des DFG-Förderprogramms „Open-Access-Publizieren“ DFG, in dessen Rahmen die DFG 60% der geförderten Publikationsgebühren übernimmt. Die übrigen Mittel sind seitens der Universität aufzubringen.

Zu den Fördervoraussetzungen

Wer ist der „submitting” bzw. „corresponding author” eines Artikels?
Der „submitting” bzw. „corresponding author”ist der/die für die Bezahlung verantwortliche Autor/in, der/die auf der Rechnung des Verlags aufgeführt wird. In der Regel handelt es sich um den/die Erstautor/in des Papers. Im Rahmen der Mitgliedschaft bei BioMed Central ist maßgeblich, welche Informationen uns vom Verlag zum submitting/corresponding author übermittelt werden.
Wie wird überprüft, ob die jeweilige Zeitschrift ein entsprechendes Qualitätssicherungsverfahren anwendet?
Grundlage für die Überprüfung ist der Nachweis der Zeitschrift im Directory of Open Access Journals (DOAJ), in dem ausschließlich Open-Access-Zeitschriften mit den geforderten Qualitätssicherungsverfahren aufgelistet werden. Sollte eine Zeitschrift nicht in diesem Verzeichnis gelistet sein, ziehen wir zur Beurteilung Informationen von der Journal-Website sowie einschlägige bibliometrische Kennzahlen wie Impact Factor, SNIP und SJR heran.
Ich möchte in einem normalen lizenzpflichtigen Journal veröffentlichen, in dem einzelne Aufsätze gegen Gebühr Open Access gestellt werden („Open Choice“). Ist eine Förderung durch den Fonds möglich?
Die hybride Finanzierung nach dem Modell „Open Choice“, d.h. die Freischaltung einzelner Aufsätzen in bereits subskriptionspflichtigen Zeitschriften, ist ausdrücklich nicht förderfähig. Dies betrifft Angebote wie Springer Open Choice, Hogrefe OpenMind, ACS AuthorChoice, Wiley OnlineOpen usw.
Erfolgt vor der Förderung durch den Publikationsfonds eine inhaltliche Begutachtung der Artikel durch die Universität bzw. die Universitätsbibliothek?
Nein, wir prüfen nur die aufgeführten formalen Voraussetzungen für eine Kostenübernahme. Die inhaltliche Qualität der geförderten Beiträge wird über die Begutachtungsverfahren der einzelnen Zeitschriften gewährleistet.
Kann ich einen Artikel, dessen Publikationsgebühr höher als 2.000 € ist, anteilig über den Fonds finanzieren, wenn ich den Rest der Publikationsgebühren selbst beisteure?
Dies ist leider nicht möglich. Die Obergrenze von 2.000 € inkl. Steuern ist ein formales Kriterium für die DFG-Förderung. Durch dieses Kriterium soll übermäßigen Preissteigerungen bei den Publikationsgebühren vorgebeugt werden.
Ich bin in einem Drittmittelprojekt an der Universität Heidelberg beschäftigt. Kann ich den Publikationsfonds ebenfalls in Anspruch nehmen?
Selbstverständlich. Allerdings sollten Sie prüfen, ob Ihnen im Rahmen ihrer Projektförderung nicht ebenfalls Publikationsmittel zur Verfügung stehen, aus denen Sie die Veröffentlichung finanzieren können.
Ich möchte keinen Artikel, sondern eine Open-Access-Monographie veröffentlichen. Kann ich den Publikationsfonds in Anspruch nehmen?
Dies ist leider nicht möglich, die DFG-Förderlinie bezieht sich ausdrücklich auf Artikel in Fachzeitschriften. Wir beraten Sie aber gerne zu entsprechenden Publikationsmöglichkeiten.
Wie wird die Zugehörigkeit der Antragsteller zur Universität überprüft?
Die Angehörigkeit zur Universität wird durch einen Nachweis im sog. Metadirectory, dem aktuellen Personalverzeichnis überprüft. Sollten Sie dort nicht geführt werden, werden wir uns mit der Bitte an Sie wenden, eine Kopie Ihres aktuellen Arbeitsvertrages bzw. eine gültige Immatrikulationsbescheinigung vorzulegen.

Zum Verfahren bei der Kostenübernahme

Gibt es spezielle Kriterien, die bei der Rechnungsstellung beachtet werden müssen?
Ja, die gibt es. Wir haben diese formalen Kriterien für einzureichende Rechnungen auf der Startseite zum Publikationsfonds zusammengestellt.
Ich habe an meinem Institut keine Publikationsmittel verfügbar und kann daher nur Open Access veröffentlichen, wenn die Kosten durch den Fonds übernommen werden. Kann ich vor der Einreichung des Artikels eine Garantie auf Kostenübernahme bekommen.
Da die finanzielle Ausstattung des Fonds beschränkt ist, kann keine Garantie für eine Kostenübernahme durch den Fonds ausgesprochen werden. Eine Reservierung von Mitteln vor der Einreichung des Artikels ist deshalb leider nicht möglich.
Kann ich erfragen, welcher Anteil des Fonds bereits ausgeschöpft ist?
Falls es notwendig ist, können Sie nach Annahme Ihres Artikels zur Publikation, aber vor Veröffentlichung per E-Mail an Brief pLÖSCHE-DIESE-SP@MVERHINDERUNGublikationsfonds@ub.uni-heidelberg.de Informationen zu den noch zur Verfügung stehenden Mitteln erfragen, so dass Sie abschätzen können, ob eine Kostenübernahme wahrscheinlich ist.
Soll ich die Rechnung sowie die weiteren erforderlichen Informationen digital oder in Papierform senden?
Wir bevorzugen eine Abwicklung der Anträge über unser elektronisches Antragsformular. Möglich ist aber auch die postalische Zusendung an die Universitätsbibliothek Heidelberg, Abteilung MB 3, Postfach: 105749, 69047 Heidelberg.
Wie lang werden die Mittel des Fonds ausreichen?
Eine Prognose zur Verfügbarkeit der Fördermittel ist nur schwer möglich. Wir werden auf der Webseite zum Fonds jedoch darauf hinweisen, wenn die Mittel des Fonds ausgeschöpft sein sollten.
Mein Institut hat die Rechnung für einen Open-Access-Artikel bereits selbst überwiesen. Kann ich nachträglich Mittel aus dem Fonds beantragen.
Solange ihre Publikation und die bezahlte Rechnung allen weiteren Kriterien für die Kostenübernahme genügen, ist dies möglich. Sie müssen uns in diesem Fall selbst eine Rechnung stellen und Belege der Originalabrechnung beifügen. Sie sollten sich allerdings der Möglichkeit bewusst sein, dass gegebenenfalls keine Kostenübernahme durch den Fonds erfolgen kann und Sie oder Ihr Institut den bereits bezahlten Rechnungsbetrag selbst tragen müssen, wenn die Mittel des Fonds erschöpft sind.
Ich habe bereits im vergangenen Jahr eine Rechnung für einen angenommen Open-Access-Artikel erhalten, diese aber noch nicht beglichen. Kann ich den Fonds in Anspruch nehmen?
Entscheidend für eine mögliche Kostenübernahme ist das Rechnungsdatum. Die Kostenübernahme ist nur für Rechnungen aus dem aktuellen Kalenderjahr, nicht aus dem vergangenen möglich.

Allgemeine Fragen zu Open Access

Was bedeutet Open Access?
Open Access bezeichnet den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen über das Internet sowie deren unbeschränkte Nachnutzbarkeit. Mehr Informationen finden Sie auf unseren Informationsseiten zum Thema Open Access.
Wie ist die generelle Haltung der Universität Heidelberg zu Open Access?
Die Universität hat im Februar 2013 eine Open-Access-Policy verabschiedet, in der die ausdrückliche Unterstützung dieses Publikationsmodells zum Ausdruck gebracht wird.
Wie viele Autoren publizieren an der Universität Heidelberg bereits Open Access?
Open Access gewinnt als Publikationsmodell zunehmend an Bedeutung. So wurden im Jahr 2013 bereits 666 Artikel in qualitätsgeprüften Open-Access-Zeitschriften publiziert. Bei einem Gesamtpublikationsaufkommen von ca. 5.700 Artikeln entspricht dies einem prozentualen Anteil von ca. 12%.
Welche Rolle spielt die Universitätsbibliothek?
Die Universitätsbibliothek hat den Auftrag, die universitäreren Open-Access-Aktivitäten zu koordinieren und durch geeignete Angebote zu unterstützen. Dies wird in der Open-Access-Policy der Universität Heidelberg beschrieben. Dr. Maria Effinger (Universitätsbibliothek Heidelberg) wurde zu diesem Zweck als universitäre Open-Access-Beauftragte bestellt.
Welche Open-Access-Dienstleistungen bietet die Universitätsbibliothek an?
Die Universitätsbibliothek bietet verschiedene Dienstleistungen für Heidelberger Autorinnen und Autoren an, u.a.:
  • Publikationsfonds für Open-Access-Artikel
  • heiDOK: universitäre Open-Access-Publikationsplattform
  • ART-Dok, Propylaeum-DOK, CrossAsia-Repository: Fachliche Publikationsserver für die Kunstgeschichte, Altertumswissenschaften und Asienwissenschaften
  • Open Journal System: Hosting von E-Journals, die von Wissenschaftlern/innen der Universität herausgegeben werden.
  • heiDATA: Archivierung und Publikation von Forschungsdaten in Kooperation mit dem Rechenzentrum
  • Beratung und Workshops zu Publikationsmodellen und -möglichkeiten, Urheberrechtsfragen, Open Access Lizenzen, Anforderungen von Förderorganisationen etc.

Kontakt

Ansprechpartner für den Publikationsfonds

Dr. Jochen Apel
Universitätsbibliothek Heidelberg
Postfach 105749
69047 Heidelberg
Tel: +49 (0)6221-54-4249
E-Mail Brief

Ansprechpartner Open Access

Dr. Maria Effinger
Universitätsbibliothek Heidelberg – Open-Access-Beauftragte der Universität Heidelberg
Postfach 105749
69047 Heidelberg
Tel: +49 (0)6221 54-3561
E-Mail Brief

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