Metasuchmaschinen

Metasuchmaschinen

Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich bei Metasuchmaschinen um Suchdienste, die in anderen Suchmaschinen suchen. Eine Metasuchmaschine holt demnach ihre Informationen (meist) nicht unmittelbar aus einem eigenen Index, sonder befragt weitere Suchmaschinen mit den angegebenen Suchbegriffen. Wie bereits im Kapitel "Suchmaschinen" erläutert, erwerben Suchmaschinen ihren Index über ein bestimmtes Vorgehen, das nur unter bestimmten Voraussetzungen funktioniert. Mit Metasuchmaschinen wird die Wahrscheinlichkeit verringert, übersehene Seiten nicht angezeigt zu bekommen. Hat z.B. Google eine Internetseite nicht (oder noch nicht) in seinem Index, kann u. U. Bing die Seite schon eingelesen haben. Eine Metasuchmaschine würde beide Anbieter befragen und die Seite finden.

Eine umfassende Metasuchmaschine mit einigen nützlichen Funktionen stellt das Projekt metager der Leibniz Universität Hannover dar. Hier sind auch wissenschaftliche Suchmaschinen wie z.B. BASE nach Bedarf wählbar.

Der Nachteil einer derart breiten Suche liegt jedoch auf der Hand: Wenn mehrere Suchdienste parallel befragt werden, so steigt nicht nur die Anzahl gefundener Quellen enorm, auch die Schnittmenge der Suchdienste ist sehr groß, was die Auswahl geeigneter Quellen mühsam macht. Eine Abwechslung bieten beispielsweise die Anbieter Carrot und yippy, die die Ergebnisse nicht in langen Listen ausgeben, sondern sie vorher groben Unterkategorien zuordnen und grafisch.