Jakob Lüroth
Studium in Heidelberg, Berlin und Giessen. Habilitation in HeidelbergJ. Lüroth wohnte sowohl als Student wie als Privatdozent in der (Westlichen) Hauptstr. 45 beim Bierbrauer Jakob Majer. Das unmittelbar neben dem Naturwiss. Institut gelegene Haus wich 1893 einem Neubau der Druckerei Pfeffer.
Lüroth, Jakob (1844 - 1910)
- Lebensdaten
- Biographische Informationen
im Internet
gedruckte Biographien - Werk
im Internet
in Heidelberg - Bibliographien
Lebensdaten
* 18.2.1844WS 1863/64 bis WS 1864/65 Studium in Heidelberg
1865 Promotion in Heidelberg
1867 Priv.Doz in Heidelberg
1869 o. Prof. in Karlsruhe
1880 Doz. in München
1883 Doz. in Freiburg
+ 14.9.1910
- Deutsche biographische Enzyklopädie : (DBE). -
2., überarb. u. erw. Ausgabe. - München
Bd. 6 (2006), S. 613 - Lüroth, Mathematiker,
* 18. 2. 1844 Mannheim, + 14. 9. 1910 München.
Der Sohn eines Brauereibesitzers studierte Astronomie in Bonn, Mathematik in Heidelberg, Berlin und Gießen und wurde 1865 promoviert. 1867 habilitiert, wurde er 1868 a.o. Prof. an der TH Karlsruhe und lehrte seit 1880 an der TH München, 1883 an der Univ. Freiburg/Breisgau, deren Prorektor er 1889/90 war. L. arbeitete über algebraische Geometrie, projektive Geometrie und Vektorrechnung und wirke am Beweis der Invarianz der Dimensionszahl mit. 1833 wurde L. in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. ... - Lexikon bedeutender Mathematiker / hrsg. von Siegfried Gottwald ... - Thun [u.a.], 1990. - S. 299
-
Lüroth, Jakob: geb. 18.2.
1844 Mannheim, gest. 14. 9. 1910 München. —
L. studierte in Bonn und
Heidelberg, wo er
1865 promovierte. Er setzte seine Studien in Berlin bei
K. WEIERSTRASS und in
Gießen bei A. CLEBSCH fort und
habilitierte sich 1867
in Heidelberg, wurde 1868 zur Aushilfe an die TH
Karlsruhe berufen, wo er 1869 eine o. Professur
erhielt. Seine weiteren Stationen waren die TH
München (1880-1883) und die Univ. Freiburg/Br.
(1883-1910).
L. war wissenschaftlich produktiv und vielseitig tätig auf den Gebieten Geometrie, Mechanik, Astronomie, Geodäsie, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Mengenlehre, Begriffsschrift, Funktionentheorie und Algebra. Die bedeutendsten Ergebnisse erzielte er auf den Gebieten der algebraischen Geometrie und der Analysis situs (Topologie), wobei er von O. HESSE angeregt wurde und die algebraisch-geometrischen Eliminationsmethoden der Clebsch-Schule nutzte. Mit seinen Ergebnissen — Lürothsche Kurve, eine spezielle Kurve 4. Ordnung, Lürothscher Satz (Auf einer Geraden ist jede Involution rational) — ist sein Name in die mathematische Literatur eingegangen. Sein „Grundriß der Mechanik“ (1881) verwendete als erstes Werk über Mechanik die Vektorenrechnung in einer zwischen H. GRASSMANNS Ausdehnungslehre und R. HAMILTONS Quarternionen liegenden Gestalt. L. suchte enge Verbindungen zu Nachbargebieten, zu technikwissenschaftlichen Disziplinen im Mathematischen Kränzchen Karlsruhe, im physikalischen Kolloquium der Univ. Freiburg, als Vorsitzender der naturforschenden Gesellschaft Freiburg und wurde 1901 zum a. o. Mitglied der Badischen Oberschulbehörde ernannt.
Poggendorff, Dictionary of Scientific Biography — Renate Tobies
Biographische Informationen
WWW-Biographien
Jacob Lüroth aus Wikipedia, der freien
Enzyklopädie
Biographie vom St. Andrews Archiv
[PDF]
Jakob Lüroth / von A. Brill
und M. Noether. - (Jahresbericht der Deutschen
Mathematiker-Vereinigung ; 20)
Jakob Lüroth
In
Die Entwicklung des Faches
Mathematik an der Universität Heidelberg 1835-1914
von Günter Kern
The Mathematics Genealogy Project
Aus der Promotionskartei des Universitätsarchivs Heidelberg18. 2. 1865 mündl. Prüfung
20. 2. 1865 PromotionPrüfer:
Bähr - Latein
Hesse - Mathematik
Kopp - Chemie
Kirchhoff - Physik
Print-Biographien
Nachruf im Jahresbericht der deutschen Mathematiker-Vereiningung , Bd. 20 (1911), S. 279-299Mit Publikationsliste
PDF-Datei
vgl. auch
Göttinger Digitalisierungszentrum
UB-Signatur: L 22::20.1911
Seine ganze Kraft wandte Lüroth der Mathematik zu, deren Studium er in Heidelberg 1863-65 unter Hesse und Kirchhoff fortsetzte. Nachdem er daselbst 1865 promoviert hatte, begab er sich nach Berlin ...--- Im Sommer 1867 habilitierte er sich in Heidelberg, folgte aber schon 1868 einem Ruf an die Technische Hochschule in Karlsruhe ...
Neue Deutsche Biographie. - Berlin
Bd. 15, S. 474
UB-Signatur: LSN A-EH 001
Er studierte dann Mathematik in Heidelberg bei Hesse und Kirchhoff, wurde 1865 promoviert und setzte sein Studium in Berlin bei Weierstraß und in Gießen bei Clebsch bis 1866 fort. 1867 habilitierte er sich in Heidelberg, ging 1868 an die TH Karlsruhe ...Münchener DigitalisierungsZentrum
Badische Biographien. - Stuttgart
Neue Folge, Band 5 (2005), S. 188-189
UB-Signatur: IZA Biog-D-BA 002
Ein sich einstellendes lebenslanges Augenleiden veranlasste ihn jedoch bald, sich ganz der Mathematik zu widmen. L. setzte sein Studium — nun im Fach Mathematik — im Wintersemester 1863 in Heidelberg fort. Nach zwei Jahren legte er 1865 seinem Lehrer Otto Hesse (1811-1874) die Arbeit „Zur Theorie des Pascalschen Dreiecks“ als Dissertation vor. … Im Winter 1866 kehrte L. nach Heidelberg zurück. Dort habilitierte er sich im Sommer 1867 mit der Abhandlung „Zur Theorie der windschiefen Flächen“. L. ging bereits im Wintersemester 1868 an das Polytechnikum in Karlsruhe. …Volker R. Remmert
Dictionary of Scientific Biography. - New York
Vol. 8 (1973), p. 542
UB-Signatur: LSN B-AE 014
He attended the universities of Heidelberg, Berlin, and Giessen from 1863 until 1866; he had already, in 1865, written his doctoral dissertation on the Pascal configuration. In 1867 he became Privatdozent at the University of Heidelberg ...
Werk
Beiträge im Internet
Göttinger Digitalisierungs-Zentrum / Beiträge
von Jakob Lüroth
- Jahresbericht der Deutschen Mathematiker-Vereinigung
- Journal für die reine und angewandte Mathematik
- Mathematische Annalen
- Nachrichten von der Königl. Gesellschaft der Wissenschaften und der Georg-Augusts-Universität zu Göttingen
Heidelberger Digitale Bibliothek Mathematik
- Beiträge aus den “Badischen Biographien“
(PDF-Bild-Dateien)
Band 1, 1875
Band 2, 1875
- Ludwig Otto Hesse / von Jakob Lüroth
Aus: Badische Biographien. - Bd. 1 (1875), S. 366-367
Originalrechtschreibung
neue Rechtschreibung
In Heidelberg vorhandene Schriften
- Rationale Flächen und involutorische Transformationen. -
Freiburg, 1889
UB: Z 1192,13 Sammelband bestellen (Lesesaal Altstadt)
UB: Z 1371,15 Folio Sammelband bestellen (Lesesaal Altstadt)
HeiDOK
(PDF-Bild-Datei)
- Reden : gehalten in der Aula am 17. Mai 1890 bei der
öffentlichen Feier der Uebergabe des Prorectorats der
Universität Freiburg / von dem abtretenden Prorector
Hofrat Professor Dr. J. Lüroth und dem antretenden
Prorector Professor Dr. Franz Xaver Kraus. - Freiburg : Lehmann,
1890
UB: Z 1192,14 Sammelband bestellen (Lesesaal Altstadt)
HeiDOK
(PDF-Bild-Datei)
- [Über die Geschichte der Infinitesimalrechnung] :
Rede bei der Uebergabe des Prorectorats. - Freiburg i. B., 1889. -
S. 23-51
UB: Z 1027,17
HeiDOK
(PDF-Bild-Datei)
- Ueber die kanonischen Perioden der Abel'schen Funktionen. -
München
- - 1885
In: Abhandlungen der mathematisch-physikalischen Classe der Königlichen Bayerischen Akademie der Wissenschaften ; 15,2 (1885), S. 329-366
Math.Bibl.: Luerot HB
UB: H 93-6::15.1884-86 Sammelband bestellen (Neuenheim) - - 1887
In: Abhandlungen der mathematisch-physikalischen Classe der Königlichen Bayerischen Akademie der Wissenschaften ; 16,1 (1887), S. 197-241
UB: H 93-6::16.1887-88 Sammelband bestellen (Neuenheim)
- - 1885
- Vorlesungen über numerisches Rechnen. -
Leipzig : Teubner, 1900. - 194 S.
UB: L 511 - Zur Theorie der windschiefen Flächen. - Mannheim, 1866
Aus: Journal für die reine und angewandte Mathematik. - 67 (1867)
Heidelberg, Univ., Habil.-Schr., 1866
Göttinger Digitalisierungszentrum
UB: 35,610
UB: 45,579 - Zur Theorie des Pascal'schen Sechsecks
In: Zeitschrift für Mathematik und Physik. - 10. 1865, S. 390-401
UB: L 6::10.1865 Zeitschriftenband bestellen (Neuenheim)
Bibliographien
Biographisch-literarisches Handwörterbuch / J. C. Poggendorff. - LeipzigBd. 3 (1898), S. 842
Bd. 4 (1904), S. 923
Bd. 5 (1926), S. 774
UB-Signatur: LSN B-AE 002 und LSA Nat-A 001
Publikationsliste (S. 294-299) aus:
Nachruf im
Jahresbericht der deutschen Mathematiker-Vereiningung ,
Bd. 20 (1911), S. 279-299
PDF-Datei
UB-Signatur: L 22::20.1911
Anfrage an
Zentralblatt MATH
bezüglich Jakob Lüroth.
Die Suche nach Jacob Lueroth liefert als weiteren Treffer
eine Rede an seinem Begräbnis.
Die Suche nach dem Titelstichwort Lueroth führt auf
55 Treffer (Okt. 2008).
Letzte Änderung: 17.11.2011 Gabriele Dörflinger
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