Über das Sondersammelgebiet Kunstgeschichte
- Allgemeines
- Bestand und Sammelauftrag
- Dienstleistungsangebote
- DFG-Projekte
- Teilnahme an weiteren Projekten
- Kontakt
Allgemeines
Die Sammlung von Literatur zur Kunstgeschichte hat in der Universitätsbibliothek Heidelberg eine schon im 19. Jahrhundert begründete Tradition. Auf dem damit gegebenen Grundstock aufbauend wurden der Bibliothek nach dem 1. Weltkrieg und verstärkt ab 1949 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) folgende Sondersammelgebiete zugewiesen:
- Mittlere und Neuere Kunstgeschichte bis 1945 und Allgemeine Kunstwissenschaft (9,10),
- Klassische Archäologie (6,14) und Ägyptologie (6,21)
Seit 2005 betreut das Südasien-Institut der Universität Heidelberg gemeinsam mit der Universitätsbibliothek zudem das Sondersammelgebiet "Südasien". Diese Sammelschwerpunkte sind Teile des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) dauerhaft getragenen und finanzierten Programms zur überregionalen Literaturversorgung in der Bundesrepublik Deutschland. Es wird von zahlreichen wissenschaftlichen Bibliotheken kooperativ getragen und läßt sich zusammen mit Der Deutschen Bibliothek und der Sammlung Deutscher Drucke als eine verteilte Nationalbibliothek betrachten.
Für die oben genannten Fächer wird von der UB Heidelberg die gesamte einschlägige Fachliteratur erworben. Der Erwerb ausländischer Literatur wird durch Zuwendungen der DFG unterstützt. (vgl. Richtlinien zur überregionalen Literaturversorgung der Sondersammelgebiete und Virtuellen Fachbibliotheken, Stand 01.03.2012).
Das Sondersammelgebiet Zeitgenössische Kunst ab 1945, Photographie, Industriedesign und Gebrauchsgraphik (9.11) wird seit dem 01.01.1993 nicht mehr von der UB Heidelberg sondern von der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden betreut.
Der Heidelberger Bestand ist weltweit verfügbar: vor Ort über einen Benutzerausweis und überregional über den Dokumentenlieferdienst Subito oder die konventionelle Fernleihe.
Monographien ab Erscheinungsjahr 1970 (teilweise auch ältere Titel) und das komplette Zeitschriftenangebot sind recherchierbar über den Katalog der UB Heidelberg (HEIDI), über den Südwestdeutschen Bibliotheksverbund (SWB) sowie über artlibraries.net – Virtual Catalogue for Art History / Virtueller Katalog Kunstgeschichte
Bestand und Sammelauftrag
Die UB Heidelberg besitzt ca. 6.350 kunstwissenschaftliche Zeitschriften, von denen derzeit ca. 1.300 Titel laufend gehalten werden. Der Gesamtbestand kunstgeschichtlicher Literatur umfasst ca. 420.000 Bände. Jährlich werden rund 8.000 Monographien neu erworben. Ein umfangreiches Angebot an elektronischen Medien (Datenbanken, Volltexte und Bildarchive, E-Journals) steht für die Recherche via Internet zur Verfügung.
Auftrag ist das umfassende und spezielle Sammeln gedruckter und elektronischer Medien zum betreuten Fachgebiet mit dem Ziel, daß von jeder wissenschaftlichen Publikation wenigstens ein Exemplar in Deutschland zugänglich ist. Über verschiedene Informationsdienste und Serviceangebote werden alle erworbenen Medien auch überregional zur Verfügung gestellt.
Der Sammelschwerpunkt „Allgemeine Kunstwissenschaft” umfasst Veröffentlichungen allgemeinen und übergreifenden Inhalts zur Kunstwissenschaft. Dazu gehört auch Ästhetik, Kunstphilosophie, Kunstpsychologie, Kunsttheorie und Allgemeine Kunstpädagogik.
Das Fach „Mittlere und Neuere Kunstgeschichte bis 1945” umgreift die gesamte mittelalterliche und neuere Kunstgeschichte der Länder Europas sowie die von Europa beeinflußte Kunst in den USA, Kanada und Australien, zeitlich durchgehend von der frühchristlichen Epoche bis 1945. Der Sammelauftrag umfaßt sämtliche einschlägige Fachliteratur (inkl. Non-Book-Medien) zur Architektur, Plastik, Malerei Graphik und allen Zweigen des Kunsthandwerks. Dazu gehört auch Städtebau und Denkmalpflege unter kunstwissenschaftlichem Aspekt, Kunstausstellungen, Industriearchäologie, Veröffentlichungen nicht-wissenschaftlicher Art, die eine wichtige Dokumentation darstellen sowie regional bezogene Literatur, soweit sie nicht einzelnen regionalen Sondersammelgebieten zugewiesen ist.
Fachverwandte Sammelschwerpunkte anderer Bibliotheken sind:
- Zeitgenössische Kunst ab 1945, Photographie, Industriedesign, Gebrauchsgraphik (SSG 9.11)
- Architektur, Städtebau, Landesplanung, Raumordnung (soweit nicht überwiegend kunstwissenschaftliche Aspekte)
- Allgemeine Wissenschaftstheorie (zu allgemeinen Aspekten des Ausstellungswesens, des Museumswesen und der Museumstechnik)
Zentralen Zugang zu den insgesamt 121 auf über 40 Bibliotheken in Deutschland verteilten Sammelschwerpunkten bietet das WWW-Informationssystem WEBIS.
Dienstleistungsangebote
Fachkatalog Kunstgeschichte
Der „Fachkatalog Kunstgeschichte” enthält den überwiegenden Teil der von der UB Heidelberg erworbenen kunstwissenschaftlichen Literatur zu den oben genannten Sammelschwerpunkten. Derzeit sind ca. 420.000 Medien nachgewiesen, hinzu kommen ca. 6.350 kunstgeschichtliche Zeitschriftentitel, davon ca. 1.300 laufend gehaltene Titel. Ebenfalls im Fachkatalog enthalten ist auch der Bestand im Bereich „Zeitgenössische Kunst ab 1945“ und „Außereuropäische Kunstgeschichte“.
Bitte beachten Sie, dass der Fachkatalog die Bestände zur Kunstgeschichte jedoch nicht vollständig enthält. Ältere oder interdisziplinäre Titel recherchieren Sie bitte im Online-Katalog HEIDI oder im Digitalisierten Alphabetischen Zettelkatalog DigiKat (für bis einschließlich 1969 erschienene Titel).Subito für Sondersammelgebiets-Literatur
Über den Dokumentlieferdienst Subito liefert die UB Heidelberg kunstwissenschaftliche Literatur innerhalb von 48 Stunden direkt an den Arbeitsplatz. Literatur zur aus dem Bereich "Zeitgenössische Kunst ab 1945, Photographie, Industriedesign und Gebrauchsgraphik" steht über den Lieferdienst der SLUB Dresden zur Verfügung.
Kostengünstig können Bücher und Zeitschriftenaufsätze aus der UB Heidelberg als Fernleihe in eine Bibliothek bestellt werden.Neuerwerbungslisten
Monatlich werden fachlich untergliederte Listen generiert, die Sie über die Neuerwerbungen des Sondersammelgebietes informieren. Neben dem Abruf der Listen über WWW besteht zudem die Möglichkeit, sich die Listen per Abonnement als PDF-Datei zusenden zu lassen So erhalten Sie auf einfache Weise einen umfassenden Überblick über die neueste kunstwissenschaftliche Fachliteratur. Anmeldung über E-Mail.OLC-SSG Kunst/Kunstwissenschaft
Die Datenbank OLC-SSG Kunst/Kunstwissenschaft erschließt ca. 645.000 Aufsätze und Rezensionen von ca. 417 fachrelevanten Zeitschriften (in der Regel ab Erscheinungsjahr 1993). Die Datenbank dient nicht nur der bibliografischen Recherche, sondern ist zugleich eine frei zugängliche Bestelldatenbank für die Online-Fernleihe und die kostenpflichtigen Lieferdienste GBVdirekt/subito der UB Heidelberg.ART-Guide – Sammlung kunsthistorischer Internetquellen
Diese Datenbank bietet Zugang zu derzeit knapp 5.000 qualitativ hochwertigen Websites, die nach bibliothekarischen Standards detailliert erschlossen und beschrieben sind. Sie ist ein gemeinsames Angebot der UB Heidelberg und der SLUB Dresden und ein zentrales Modul von arthistoricum.net. Wenn Sie möchten, daß Ihre Quelle in ART-Guide aufgenommen werden soll, melden Sie uns diese bitte über unser WWW-Formular.ART-Dok – Publikationsplattform Kunstgeschichte
Dieser Volltextserver bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit die Möglichkeit, kostenlos Publikationen in elektronischer Form im WWW verfügbar zu machen. Aufgenommen werden Veröffentlichungen (u.a. Monographien, Aufsätze, Vorträge) aus den Bereichen Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft. Auch die Zweitveröffentlichung bereits gedruckt erschienener Schriften ist möglich. Die Qualität der Veröffentlichung sollte dabei den Standards herkömmlicher Publikationsformen entsprechen.
Neben dem Nachweis in regionalen (SWB) und überregionalen Bibliothekskatalogen garantieren wir dauerhafte Verfügbarkeit und Referenzierbarkeit. Die Nutzung der „Open Archives Initiative” (OAI) Schnittstelle sichert außerdem die internationale Verbreitung der Dokumente. ART-Dok ist ein zentrales Modul von arthistoricum.net.Digitalisierte Handschriften und Drucke
Die UB Heidelberg stellt in ihrem Digitalisierungszentrum kunsthistorisches Quellenmaterial aus ihrem Bestand im Volltext bereit, u.a.:- Spätmittelalterlicher Bilderhandschriften aus der Bibliotheca Palatina: 27 komplett und in Farbe digitalisierte Handschriften sowie umfangreiche Hintergrundinformationen zum kunst- und kulturhistorischen Kontext.
- Wissenschaftliche Erschließung der in den 848 deutschsprachigen Handschriften der historischen Bibliotheca Palatina enthaltenen Buchmalerei in der Bilddatenbank HeidICON.
- Bücher zur Architektur und Gartenkunst: Illustrierte Bücher zur Architektur und Gartenkunst des 15. bis 19. Jahrhunderts aus dem Bestand der UB.
- Quellen zur Geschichte der Kunstgeschichte: Originalausgaben kunsthistorischer und kunsttheoretischer Quellentexte des 17. bis 20. Jahrhunderts aus dem Bestand der UB.
- Weltausstellungen des 19. Jahrhunderts
- verschiedene kunstwissenschaftliche Zeitschriften
- Auktionskataloge
- Illustrierte Tier- und Pflanzenbücher
„Catalogue Enrichment”: Inhaltsverzeichnisse von Sammelwerken und Rezensionen in HEIDI
Seit April 2004 werden die Inhaltsverzeichnisse von neu erworbenen Kongreßberichten, Ausstellungskatalogen, Festschriften und anderen Sammelbänden eingescannt und über SWBplus sowie im lokalen Katalog HEIDI als PDF-Datei angeboten. Ebenfalls dort eingebunden sind sämtliche bislang erschienene Rezensionen von „ARTHIST” und „Kunstform – Rezensionsjournal für Kunstgeschichte”.
DFG-Projekte
German Sales 1930-1945. Art Works, Art Markets, and Cultural Policy
Im Rahmen des internationalen Kooperationsprojekts werden seit dem 1. November 2010 alle Auktionskataloge der Jahre 1930 bis 1945 aus Deutschland, der Schweiz und Österreich nachgewiesen, digitalisiert und online bereit gestellt. Durch OCR-Bearbeitung entstehen durchsuchbare Volltexte, die in den Getty Provenance Index® integriert werden.Digitalisierung und Erschließung illustrierter Kunst- und Satirezeitschriften des 19. und frühen 20. Jahrhunderts
Ziel des Projekts ist die Digitalisierung, webbasierte Bereitstellung und Erschließung von neunzehn Kunst- und Satirezeitschriften des 19. bis frühen 20. Jahrhunderts. Hierbei soll nicht nur der uneingeschränkte digitale Zugang zu diesem bedeutenden historischen Quellenmaterial realisiert werden, sondern auch die inhaltliche Tiefenerschließung von Text und Bild.Virtuelle Fachbibliothek Kunst – arthistoricum.net
Seit Anfang 2005 betreibt die UB Heidelberg gemeinsam mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte München das DFG-geförderte Projekt „arthistoricum.net – Die Virtuelle Fachbibliothek Kunst”. Ziel ist es, ein zentrales kunsthistorisches Fachportal mit umfassenden Recherchemöglichkeiten zu etablieren. Gedruckte wie elektronische Publikationen sollen ohne Medienbruch recherchierbar sein. Hierfür wird das bereits bestehende Angebot artlibraries.net – Virtual Catalogue for Art History / Virtueller Katalog Kunstgeschichte um die Zeitschriftentitel der Datenbank OLC-SSG Kunst/Kunstwissenschaft und um den Nachweis von E-Journal-Aufsätzen erweitert.
Ein wesentliches Tool von arthistoricum.net ist ART-Guide. Die Datenbank bietet Zugang zu kunsthistorisch relevanten und qualitativ hochwertigen Internetquellen. ART-Guide wird gemeinsam von dem Team der ViFaART an der SLUB Dresden und dem Projektteam der UB Heidelberg konzipiert und ausgebaut.Spätmittelalterlicher Bilderhandschriften aus der Bibliotheca Palatina
Im Rahmen des in den Jahren 2001 und 2002 von der UB Heidelberg gemeinsam mit dem Heidelberg Kunsthistorischen Institut (Lehrstuhl Mittelalterliche Kunstgeschichte, Prof. Dr. Lieselotte E. Saurma) durchgeführten Projekts wurden 27 Handschriften aus der berühmten Bibliotheca Palatina in digitaler Form in Bild und Text verfügbar gemacht. Die Digitalisiate und Erschließungsdaten werden sowohl über die WWW-Seiten der UB Heidelberg angeboten, als auch in die Handschriftendatenbank Manuscripta Mediaevalia integriert.
Teilnahme an weiteren Projekten
DigiZeitschriften – Das deutsche digitale Zeitschriftenarchiv
Dieses Projekt hat sich – analog zum amerikanischen Vorhaben JSTOR – zum Ziel gesetzt, einen Onlinezugriff auf den vollständigen Erscheinungsverlauf deutscher wissenschaftlicher Kernzeitschriften unterschiedlichster Fachrichtungen zu realisieren. Die Federführung liegt bei der SUB Göttingen, die UB Heidelberg ist Mitglied im Verein "DigiZeitschriften e.V. und initiiert und begleitet die Einbindung kunstwissenschaftlicher Zeitschriften in das Projekt.Überregionale Bereitstellung und Förderung von Online-Datenbanken im Bereich geisteswissenschaftlicher Sondersammelgebiete (BSB München)
Um eine überregionale Informationsversorgung auch für all diejenigen potentiellen Nutzer gewährleisten zu können, die bislang über keinen Zugang zu wissenschaftlichen Datenbanken verfügen, hat die Bayerische Staatsbibliothek ein leicht benutzbares Pay-per-Use-Verfahren entwickelt. Mit Hilfe dieses Verfahrens wird individuellen Nutzern für einen bestimmten Zeitraum die Recherche in Fachdatenbanken ermöglicht und anschließend ein Entgelt in Rechnung gestellt.
Das Sondersammelgebiet Kunstgeschichte der UB Heidelberg ist dort derzeit mit einem PPU-Zugang zur Volltextdatenbank Grove Art Online vertreten.WEBIS
Vollständige Anbindung der gesamten SSG-Fachinformation an das Web-Informationssystem zur überregionalen Literaturversorgung in Deutschland WEBIS.

