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Moderne Bauformen: Monatshefte für Architektur und Raumkunst – digital

Von 1902 bis 1944 erschien im Julius Hoffmann Verlag Stuttgart die monatliche Architekturzeitschrift Moderne Bauformen. Monatshefte für Architektur und Raumkunst. Herausgegeben wurde die Zeitschrift u.a. von Max Joseph Gradl, Casimir H. Baer und Paul Klopfer, die ihrerseits Architekten, Architekturkritiker, Kunsthistoriker und Künstler waren. Diese konnten namhafte Kollegen wie Otto Müller-Jena, Hans Paul Schmohl, Mia Seeger und Joseph August Lux für Beiträge gewinnen. Ab den 1930er Jahren bis zur Einstellung mit Heft 7-9 des Jahrgangs 1944 wurde die Zeitschrift von Herbert Hoffmann herausgegeben.

Moderne Bauformen enthielt Rezensionen und Aufsätze, die internationale Architektur- und Innenarchitekturströmungen, Bauschmuck, Industriedesign, Gartenkunst und städtebauliche Themen behandelten und in jeder Ausgabe führende Architekten oder ikonische Neubauten des In- und Auslands vorstellten.

Besonders drängend waren in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts Fragen des Städtebaus und des modernen Wohnens, denn die fortschreitende Industrialisierung führte zu einem verstärkten Zuzug in die Ballungsräume und zu rasant wachsenden Großstädten. Viele der frühen Beiträge der Monatsschrift, u.a. eine Aufsatzreihe des österreichischen Schriftstellers Joseph August Lux, widmeten sich den Missständen im aktuellen Städtebau, suchten nach angemessenen Lösungen für die Probleme und Anforderungen einer lebensfreundlichen, qualitätsorientierten Bebauung des Stadtraums und des Erhalts alter Bausubstanz bei gleichzeitiger Verbesserung der Infrastruktur. Zugleich richtete die Zeitschrift den Blick auf die ganze Breite aktueller Fragestellungen, baulicher Aufgaben und zeitgenössischer Strömungen – wobei der stilistische Schwerpunkt auf dem sogenannten Neuen Bauen lag – und wandte sich gleichermaßen an ein Fachpublikum und interessierte Laien.

Bis zur Zeit des Nationalsozialismus wurden neue Trends und Bestrebungen weitgehend wertneutral dokumentiert und präsentiert. Die Zeitschrift war reich bebildert, zum Teil auch in Farbe, und in der Tat machten die Illustrationen einen Großteil der jeweiligen Hefte aus. Späteren Ausgaben waren zudem konkrete Anleitungen zur Wohnungseinrichtung und zum Möbelbau beigelegt.

Weiterführende Literatur

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