Projektbeschreibung
- Das Projekt
- Inhalte
- Digitalisierung
- Erschließung der Handschriften und Illustrationen
- Präsentation im Internet
- Datenverarbeitungsspezifische Aspekte
Das Projekt
Unter den 848 deutschsprachigen Handschriften der Bibliotheca Palatina, die in der UB Heidelberg aufbewahrt werden, befindet sich mit 27 Bänden eine der bedeutendsten Sammlungen spätgotischer deutscher Bilderhandschriften. Zwischen 2001 und 2003 stand diese Handschriftengruppe im Zentrum des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts „Digitalisierung spätmittelalterlicher Bilderhandschriften aus der Bibliotheca Palatina”. Ein Ziel des Projektes war es, Text- und Bildseiten vollständig zu digitalisieren und im WWW überregional für die interdisziplinäre Forschung und Lehre zugänglich zu machen. Insgesamt handelt es sich um ca. 15.250 Seiten; auf ca. 2.000 dieser Seiten finden sich halb- bis ganzseitige kolorierte Federzeichnungen. Die Digitalisierung wurde durch die
Universitätsbibliothek Graz, Abteilung Sondersammlungen, in Graz durchgeführt.
Ferner umfaßte das Projekt im Rahmen des von der Universitätsbibliothek gepflegten Sondersammelgebiets Kunstgeschichte die wissenschaftliche Erschließung der Illustrationen mit
ICONCLASS, die Integration des Bestandes in das für mittelalterliche Handschriften seit 1996 im Aufbau befindliche, zentrale Nachweisinstrument
"Manuscripta Mediaevalia"
sowie die Entwicklung einer eigenen Web-Präsentation im Rahmen der Heidelberger "Heidelberger Historische Bestände – digital".
Die DFG förderte dieses Projekt innerhalb ihres Programms „Retrospektive Digitalisierung von Bibliotheksbeständen” von 2001 bis 2003 für die Dauer von zwei Jahren mit Personal- und Sachmitteln. Die Realisierung erfolgte gemeinsam mit dem Lehrstuhl Mittelalterliche Kunstgeschichte (Prof. Dr. Lieselotte E. Saurma) des
Instituts für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg.
Seit Frühjahr 2008 kooperiert die UB Heidelberg auch mit dem EU-Projekt ENRICH (European Networking Resources and Information concerning Cultural Heritage), dessen Ziel die Schaffung einer Europäischen Digitalen Bibliothek für historisches schriftliches Kulturgut wie Handschriften, Inkunabeln oder Urkunden ist. Durch die Integration bereits bestehender, jedoch über viele verschiedene Institutionen verstreuter elektronischer Inhalte in das Internetportal von
" Manuscriptorium", das – getragen von der Tschechischen Nationalbibliothek in Prag – als das größte digitale Handschriftenportal Europas gilt, sollen alle einschlägigen Informationen an einer zentralen Stelle für die weltweite Gemeinschaft aller Forschenden zur Recherche bereitgestellt werden.
Inhalte
Die reich illustrierten 27 Papierhandschriften – entstanden zwischen 1417 und 1477 – lassen sich drei Herstellungsprovenienzen im deutschsprachigen Südwesten zuweisen: Sieben Handschriften entstammen der sogenannten „Werkstatt von 1418”, die wahrscheinlich in Straßburg anzusiedeln ist. Eine weitere Gruppe von elf Manuskripten wurde von Diebold Lauber und seinen Mitarbeitern im elsässischen Hagenau gefertigt. Sie repräsentieren das berühmteste und mit über 80 erhaltenen Codices wohl auch produktivste Scriptorium dieser Zeit. Die übrigen neun Bilderhandschriften können einer Stuttgarter Werkstatt zugeschrieben werden, die nach Ludwig Henfflin, dem einzigen namentlich bekannten Mitarbeiter benannt wird. Von ihr haben sich außerhalb Heidelbergs nach heutigem Kenntnisstand keine weiteren Erzeugnisse erhalten. Die Heidelberger Handschriften dieser drei oberdeutschen Werkstätten sind vermutlich sämtlich durch die pfälzischen Kurfürsten gesammelt und über die alte Bibliotheca Palatina in den Besitz der UB Heidelberg gekommen.
Abweichend vom ursprünglichen Vorhaben wurden im Projekt anstelle von 26 Handschriften 27 Manuskripte bearbeitet: Im Zusammenhang mit der Neukatalogisierung der deutschsprachigen Handschriften konnte eine weitere Handschrift der Werkstatt des Ludwig Henfflin zugeordnet werden. Es handelt sich hierbei um den Cod. Pal. germ. 76, der mit seinen 35 kolorierten Federzeichnungen zu den beiden einzigen illustrierten Handschriften des „Ackermanns aus Böhmen” von Johannes von Tepl gehört.
Inhaltlich umfaßt der Bestand das gesamte Spektrum volkssprachlicher Literatur dieser Zeit: So beispielsweise Wolframs von Eschenbach "Parzival", Heinrichs von Veldeke „Eneas” oder den Briefroman „Willehalm von Orlens” sowie einige naturkundliche und erbauliche Werke. Besonders bemerkenswert für die Forschung ist die erstmalige Bereitstellung einer mehrbändigen deutschen Bibel aus der Werkstatt Diebold Laubers, die zu den wenigen Zeugnissen von volkssprachlichen Vollbibeln des Mittelalters gehört. Neben den teilweise nur unzulänglich in älteren Editionen zur Verfügung stehenden Texten, die in der Regel Papierhandschriften nicht mit einbezogen haben, sind die Bilder ebenso von Bedeutung. So haben neuere Untersuchungen ergeben, daß mit den zwar seriell hergestellten, gleichwohl sehr differenziert eingesetzten Bildern eine Vermittlungs- und Interpretationsschicht eingeflochten wurde, die dem damaligen Leser und vor allem dem Auftraggeber die meist wesentlich älteren Texte näherbrachte. Diese Bilder dienten nicht nur dem Verständnis der Texte sondern auch der Belehrung. Sie sprachen eine dem Betrachter vertraute Sprache, führten seine eigene Welt, seine Familie oder seinen Stand zurück in jenen Kreis berühmter Vorfahren, deren Taten die Texte schildern. Infolgedessen liefern die Bilder als Ausdruck des Selbstverständnisses recht verschiedenartiger Kreise, die vom Landadligen, Stadtpatrizier, Schreiber bis zu den Nassauer, Pfälzer und Württemberger Höfen reichen, eine Fülle von Informationen zu unterschiedlichen Lebensbereichen, wie sie in keinem anderen Bestand deutscher Kunst im Spätmittelalter zu finden sind. Aktuelle theologische Fragen sind ebenso ins Bild gebracht, wie juristische Abläufe (z.B. Eidesformeln, Ankündigung von Streit, Beilegung von Streitigkeiten), Differenzierung von Standesverhalten usw. Besonders reich sind die Darstellungen in der Schilderung von Alltagsgegenständen und den zeremoniellen Abläufen zu Liebe, Gastfreundschaft, Abenteuer und Tod. Das „Buch der Natur” des Konrad von Megenberg, welches mit einer der bedeutendsten Handschriften im Projekt vertreten ist, liefert mit seiner Mischung von tradierten und innovativen Bildern einen Einblick in die Geschichte des Wissens, insbesondere der Naturwissenschaften.
Die Illustrationen dieser Handschriften stellen nicht allein für den Kunsthistoriker einen wichtigen Bestand spätmittelalterlicher Buchmalerei dar, sondern bergen darüber hinaus einen für weitere Forschungsbereiche unschätzbaren Fundus an Informationen. Dem Rechtshistoriker, dem Realienkundler, dem Literaturwissenschaftler, der sich mit Rezeption von Texten befaßt, wie auch dem Alltagsforscher, dem Theologen und dem Naturwissenschaftler stehen mit diesem Bildmaterial Daten zur Verfügung, die zweifellos zu neuen, weiterführenden Forschungen Anlaß geben werden.
Die in den letzten Jahren zunehmend häufiger werdenden Anfragen auf Nutzung der spätmittelalterlichen Handschriften durch Wissenschaftler läßt auch unter dem Aspekt der Bestandserhaltung die Digitalisierung dieser Codices als konservatorisch dringend notwendig erscheinen. Nur so können die in hohem Maße gefährdeten und z.T. bereits wegen ihres schlechten Erhaltungszustandes für die Benutzung gesperrten Dokumente für die überregionale, interdisziplinäre Forschung in zeitgemäßer Form und auf lange Dauer zur Verfügung gestellt werden.
Schon 1996 wurde damit begonnen, den Gesamtbestand der 848 deutschen Handschriften der UB Heidelberg neu zu erschließen und damit die veralteten Kataloge von Karl Bartsch (1887) und Jakob Wille (1903) zu ersetzen. Die anfänglich allein aus Mitteln der UB begonnene Arbeit wird seit dem 01.01.1998 durch die Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg (bis Ende 2001) und seit dem 01.01.2001 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt. Damit liegen nicht nur fundierte kodikologische und inhaltliche Beschreibungen dieser Handschriftengruppe vor, die als Grundlage für weitere Forschung dienen können, sondern auch die Aufarbeitung der maßgeblichen Literatur ist gewährleistet.
Hinzu kamen als Grundlage und Ausgangspunkt für die Illustrationen der elsässischen Manuskripte die Forschungen von Lieselotte E. Saurma. In ihrer Ende 2001 erschienenen Habilitationsschrift („Spätformen mittelalterlicher Buchherstellung. Serielle Bilderhandschriften aus der Werkstatt Diebold Laubers in Hagenau”), wurde erstmals der gesamte Bestand des Skriptoriums Diebold Laubers und der „Werkstatt von 1418” erfaßt.
Digitalisierung
Die Digitalisierung wurde durch die
Universitätsbibliothek Graz, Abteilung Sondersammlungen, durchgeführt. 26 Handschriften wurden im ersten Halbjahr 2001 von Heidelberg in drei Teillieferungen nach Graz transportiert, um unnötige Lagerzeiten und höhere Versicherungsprämien zu vermeiden. Die Aufbewahrung der Handschriften in der Universitätsbibliothek Graz erfolgte unter strengsten konservatorischen und sicherheitstechnischen Vorgaben (Lagerung im alarmgesicherten Tresorraum mit klimatechnischer Ausrüstung, d. h. mit 50-60% Luftfeuchte bei maximal ca. 18° C). Während der Bearbeitung im Aufnahmeraum (klimatisiert 20° C) wurden konstante Klimaaufzeichnungen bzw. -kontrollen durchgeführt. Wunschgemäß wurde während des Zeitraums der Einrichtung der Handschrift und des Seitenumblätterns für eine Dimmung bzw. Abschattung des Lichtes am Kameratisch gesorgt. Eingesetzt wurde ein in Graz speziell entwickelter Kameratisch ("Grazer Modell"; Typ 6545 HBG). Für die Aufnahmen wurde eine digitale Kamera (Kodak DCS 420 Digitalkamera, auf Basis einer NIKON-N 90S Spiegelreflexkamera mit einer Auflösung von 2016 x 3040 Bildpunkten und einer Farbtiefe von 24 Bit verwendet.
Die Archivversionen der Digitalisiate wurden in jeweils drei Sätzen Master-CDs in unkomprimiertem TIFF-Format (ca. 18 MB pro Bildfile) gespeichert. Die Universitätsbibliothek Graz bewahrt je eine Archiv-CD dauernd als Beleg auf. Zusätzlich werden diese Preservationmaster auf einem UB-eigenen Plattensystem gesichert. Die Digitalisierung von 26 Handschriften konnte bereits im Herbst 2001 abgeschlossen werden. Der im Institut für Erhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut in Ludwigsburg vor der Digitalisierung konservatorisch behandelte Cod. Pal. germ. 300 wurde erst im August 2002 in Graz bearbeitet.
Erschließung der Handschriften und Illustrationen
Die kodikologischen Informationen zu den einzelnen Handschriften wurden in HiDA3 erfaßt, um ihre Einspielung in die Handschriften-Datenbank zu gewährleisten. HiDA3 ist ein auf einer normierten Begrifflichkeit beruhendes, relationales und hierarchisches Datenbankprogramm, welches zur Inventarisierung von Kunstgegenständen entwickelt wurde. Es bedient sich des vom Bildarchiv FotoMarburg entwickelten Klassifizierungssytems MiDAS. Für die Katalogisierung von Handschriften wurde das von zahlreichen großen Kunstsammlungen angewendete Basis-Programm modifiziert und auf die spezifischen Bedürfnisse einer Handschriften-Inventarisierung abgestimmt. Zur Erfassung in HiDA3 mußten die als fortlaufender Text vorliegenden kodikologischen Informationen in die hierarchische und relationale Ordnung des Datenbankmodells umgesetzt werden. Um die Retrievalfunktion innerhalb der Handschriftendatenbank zu gewährleisten, war es außerdem notwendig, bestimmte kodikologische Sachverhalte des Fließtextes – etwa Datierungen oder die Ansetzung von Personennamen – MiDAS-analog umzuformen.
HiDA3 ermöglicht ferner detailliertere Beschreibungen des Buchschmucks, als dies ein herkömmliches Katalogisat zu mittelalterlichen Texthandschriften erlaubt. Auch die Angaben über den Erhaltungszustand der Handschriften im allgemeinen wie der Bilder im einzelnen können so detailliert eingearbeitet werden.
Die kunsthistorische Erschließung der Handschriften-Illustrationen erfolgte unter mehreren Gesichtspunkten:
- Als erstes wurden die Darstellungen detailliert in ihrer formalen Gestaltung erfaßt und beschrieben sowie Farbmaterialien und Technik eingetragen. Nicht-ganzseitige Darstellungen wurden ausgemessen und die Maße werden notiert. Ebenso wurden sichtbare Spuren des Herstellungsprozesses, wie Reste von Unterzeichnungen, in die Beschreibungen der Darstellungen mit aufgenommen.
- Um Kunsthistorikern einen Überblick über die Buchillustration des 15. Jahrhunderts zu gewährleisten, galt es, die verschiedenen Formen des Initialschmucks (Fleuronnée-Initiale, Initialzierseite etc.) ebenso zu berücksichtigen wie die unterschiedlichen Bildtypen (Autorenbild, Simultane Illustration, Streifenbild etc.).
- Aufgrund der oben bereits erwähnten Publikation von Frau Prof. Saurma wurden die Illustrationen – sofern möglich – einzelnen Illustratorenhänden zugeordnet. Aber auch die Zuschreibungen der älteren Forschung fanden der Vollständigkeit halber noch einmal Berücksichtigung.
- Für die Stuttgarter Werkstatt des Ludwig Henfflin fehlen allerdings noch solche entstehungs- und stilgeschichtlichen Inhalte. Durch die Bereitstellung der Digitalisate ist nun den historisch wie kunsthistorisch Forschenden die Möglichkeit gegeben, das Atelier, seine Auftraggeber und Mäzenaten näher zu untersuchen.
- Darüber hinaus wurde auch die Text-Bild-Relation der Darstellungen berücksichtigt. Hierzu wurden die zumeist rot eingetragenen Bildtitel und die, allerdings nur selten erhaltenen, Maleranweisungen (z. B. im Cod. Pal. germ. 403) transkribiert und erfaßt.
- Um dem Betrachter die Illustrationen näher zu erschließen, wurden ferner ihr Inhalt und etwaige Widersprüche zwischen Text, Überschrift und Bild notiert.
Eng verknüpft mit der Erfassung der Text-Bild-Relation ist die ikonographische Erschließung der Bildthemen und Bildzusammenhänge. MIDAS/HiDA entsprechend wurde hierzu das hierarchische Klassifikationssytem
ICONCLASS benutzt. Dabei galt es nicht nur die Bildthemen zu ermitteln. Es wurde auch festgestellt, wie und in welchen Zusammenhängen Personen, ihre Gestik oder Gegenstände der spätmittelalterlichen Sachkultur dargestellt sind. Pro Illustration wurden deshalb zwischen 20 und 40 ICONCLASS-Notationen vergeben.
Zur Ergänzung und Differenzierung dieses Systems wurden außerdem zu jeder Illustration detaillierte, verbale Beschreibungen erstellt, in denen bestimmte, in ICONCLASS nur schwer auszudrückende Fachtermini, etwa zu Rüstung und Bekleidung, enthalten sind.
Präsentation im Internet
1. Heidelberger Projektseiten
Für die lokale Präsentation der Universitätsbibliothek Heidelberg wurde 2001 eigens eine Projektseite geschaffen, über welche die digitalisierten 27 Handschriften komplett einsehbar waren. Das Layout der Projektseiten wurde damals in enger Anlehnung an das damalige Corporate Design der WWW-Präsentation der UB Heidelberg erstellt. Es umfaßt einen Rahmen mit zehn thematisch orientierten Navigationspunkten sowie einen auf der Ornamentik einer Initialzierseite basierenden Hintergrund
Im Jahr 2008 wurden diese Präsentation im Zusammenhang mit der Neukonzeption der Präsentation der digitalen Faksimile aufgegeben, sämtliche Inhalte wurden jedoch in an das aktuelle Corporate Design der Universität Heidelberg überführt, siehe http://bilderhandschriften-digital.uni-hd.de. An verschiedenen Stellen wurden sogenannte „Daumenkinos“ eingefügt, die in automatischer Abfolge eine Sequenz aus einer Handschrift zeigen.
Der Fragezeichen-Button führt zu der ikonographischen Suchmaschine, über die kunsthistorische Informationen zu Bildthemen, -motiven und künstlerischen Zuordnungen abgerufen werden können. Voreingestellt ist jeweils die aktuelle Handschrift, es kann aber auch eine übergreifende Suche gestartet werden.
Enthält die angewählte Seite eine Illustration oder handelt es sich um eine Bild- oder Initialzierseite erhält der Nutzer – der Folionummer zugeordnet – darüber hinaus Angaben zum Bildtitel der Darstellung und das Angebot, zusätzliche „Bildinformationen” aufzurufen.
Die hier bereitgestellten Daten basieren auf den in HiDA erstellten Dokumenten. So sind auch auf den Seiten der UB Heidelberg die wichtigsten kunsthistorischen Informationen verfügbar. Außerdem werden Kurzbeschreibungen der Darstellungen und ICONCLASS-Notationen eingespielt. Bei letzteren werden aufgrund des derzeitigen Fehlens einer internen Retrieval-Funktion und zum besseren Verständnis ihrer Bedeutungen zugleich auch die Erläuterungen mit aufgenommen. Angaben zu den Bildüberschriften runden die kunsthistorischen Daten ab.
Auf allen Seiten der Digitalisate sind Angaben zu Copyright und Nutzungsrecht sowie die E-Mail-Adresse der UB Heidelberg zu finden.
2. Handschriftendatenbank
Die in Heidelberg erstellten Erschließungsdaten wurden bereits während der Projektlaufzeit - jeweils nach der Fertigstellung einer Handschrift - nach Marburg geliefert, die Abschlußlieferung erfolgte Ende Januar 2003. Zum Zeitpunkt des Projektendes waren die Digitalisate aller 27 Handschriften auch auf der Seite
„Manuscripta Mediaevalia” unter dem Punkt
„Handschriften“ verfügbar.
Datenverarbeitungsspezifische Aspekte
Neben dem bereits oben erwähnten optischen Relaunch der Internetpräsentation wurde im Frühjahr 2008 auch die technische Realisierung komplett überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Hierbei wurden die derzeit gültigen Standards, die auch in der aktuellen Entwurfsfassung der
„Praxisregeln im Förderprogramm Kulturelle Überlieferung“ der DFG dokumentiert sind, eingehalten. Ziel der Neukonzeption war die Arbeit mit offenen Standards, um den wertvollen historischen Buchbestand gemäß der Prinzipien des Open Access der wissenschaftlichen Welt frei und nachhaltig zugänglich machen zu können.
Informationen zum aktuellen Digitalisierungsworkflow und der an der UB Heidelberg eingesetzten Technik finden sich hier.



