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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Heidelberger medizinische Handschriften – digital

Mediziner bei der Harnschau Wie unlängst im Rahmen der Neukatalogisierung der Codices Palatini germanici auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde, besitzt die Universitätsbibliothek Heidelberg eine der größten Sammlungen deutschsprachiger medizinischer Handschriften weltweit. Mit 298 von insgesamt 848 Handschriften handelt es sich immerhin um ein Drittel der deutschsprachigen Manuskripte aus der ehemaligen Bibliotheca Palatina.

In der Hauptsache enthalten sie Rezeptsammlungen, teilweise versetzt mit Texten aus angrenzenden Gebieten wie der Alchemie, die oft von den Kurfürsten bzw. Angehörigen ihrer Familie angelegt worden sind.

Ein beeindruckendes Beispiel ist das sogenannte ‘Zwölfbändige Buch der Medizin’, das Kurfürst Ludwig V. (reg. 1508-1544) eigenhändig redigiert und niedergeschrieben hat. Inhaltlich steht überwiegend eine von Laien tradierte und praktizierte Volksmedizin im Vordergrund, die auf eigene Erfahrungen und konkrete Problemstellungen zurückgeht. Mit der an der Universität gelehrten, eher theoretischen lateinischen Medizin steht diese nur zu geringen Teilen in Zusammenhang. Durch die Digitalisierung und Bereitstellung via Internet können einige dieser nicht nur für die medizin- und personengeschichtliche Forschung einzigartigen Quellen nun orts- und zeitunabhängig und ohne Belastung für die Originale eingesehen werden.

Hinweis Online-Präsentation der Handschriften

Kataloge

Fragen, Anregungen und Kritik bitte an Dr. Karin Zimmermann Brief E-Mail oder an das Digitalisierungszentrum Brief E-Mail.



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