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Neujahrsblatt der Künstlergesellschaft in Zürich – digital

Das Neujahrsblatt der Künstlergesellschaft in Zürich erschien von 1841 bis 1896 ein Mal jährlich als Organ der Zürcher Künstlergesellschaft. Fortgesetzt wurde die Zeitschrift von 1897 bis 1905 als Neujahrsblatt der Kunstgesellschaft in Zürich.

In jedem Heft erschienen biografische Texte zu einem oder mehreren Schweizer Künstlern des 19. Jahrhunderts, die mit Bildnissen der thematisierten Künstler und gegebenenfalls einigen ihrer Werke illustriert wurden. Zudem finden sich in manchen Bänden Ausstellungsbesprechungen für Zürich oder Informationen zu den Sammlungen der Künstlergesellschaft.

Die Zürcher Künstlergesellschaft wurde als erste zunftunabhängige Künstlervereinigung der Schweiz 1787 gegründet. Es handelte sich zunächst um einen eher losen Kreis von Künstlern und Kunstinteressierten um Johann Jakob Bodmer und Salomon Gessner. Der bedeutende Publizist und Maler des Symbolismus, Heinrich Füssli, stieß einige Jahre später hinzu und hatte zeitweise auch den Vorsitz inne. Die Gesellschaft war zunächst an aufklärerischen Ideen und dem gesellschaftspolitischen Wandel interessiert, der Europa ergriffen hatte. Die Gespräche kreisten um politische und philosophische Themen, v.a. aber um Kunst. Ab 1803 fanden die Treffen in festerem Rahmen statt und in den Statuten von 1830 wurde folgende Zielsetzung formuliert: „Der Zweck der Gesellschaft ist möglichste Beförderung und Belebung der Kunst im Allgemeinen und des vaterländischen Kunstsinnes ins Besondere.“

Der Verein organisierte Kunstausstellungen, die ab 1840 als feste Turnusausstellung stattfanden. Seit 1794/95 war das sogenannte „Mahlerbuch“ erschienen, in dem Zeichnungen der Mitglieder gesammelt wurden. Mit dem 20. Band und der 1000. Zeichnung wurde das Mahlerbuch im Winter 1850/51 geschlossen. Die ständig wachsende Sammlung, die aus eben diesen Zeichnungen und anderen Werken der Mitglieder, aus Schenkungen und Nachlässen bestand, machte den Umzug in größere Räume notwendig, die auch Sonderausstellungen beherbergen konnten und nach einigen Zwischenlösungen wurde 1910 ein Museumsbau errichtet: das heutige Kunsthaus Zürich.

Weiterführende Literatur

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