Navigation überspringen
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Einzeltitelanzeige

Rihm, Thomas

Umfassende Inklusion?! Anfragen an den aktuellen Schulentwicklungsdiskurs


Kurzfassung:
Inklusion avancierte nach der Unterschrift unter die UN_Behindertenrechtskonvention durch die Bundesregierung (2009) zum gesamtgesellschaftlichen Projekt. 'Prinzipiell' akzeptiert, zeigen sich im Rahmen der Implementierungsprozesse ausgeprägte Vorbehalte. Anhand zweier Analysefolien wird versucht, diesem Umstand auf die Spur zu kommen. Insbesondere liegt zunächst der Schwerpunkt der Untersuchung auf der Frage, wie sich die flächendeckende Umsetzung der Inklusion zu einem Schulentwicklungsmainstream verhält, der in der Optimierung von Berechenbarkeit und Verwertbarkeit von Bildung die alternativlose Antwort auf PISA sieht. Dabei wird deutlich, dass mit der konsequenten Verfolgung der Optimierungsstrategie und dem Offentsichtlichwerden der besonderen Ansprüche von Menschen, deren Lebens- und Lernverläufe nicht ohne weiteres vorherbestimmbar sind, die Komplexität und der Grad der erzeugten Widersprüche im Schulsystem erheblich zunimmt. Letztlich bedarf der Optimierungsmodus 'Gesteuerte Vermittlung' einer Relativierung und Ergänzung, durch einen zweiten Modus, der Fragen der Lebensführung thematisiert, soll eine umfassende Inklusion Realität werden.
Hochschule:Pädagogische Hochschule Heidelberg
Einrichtung:Schulpädagogik, Institut für Erziehungswissenschaft, Fakultät I
Dokumentart:Wissenschaftlicher Aufsatz
Publikationsform:gedruckt
Quelle:In: Häcker, Th./Walm, Maik (2015): Inklusion als Entwicklung. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, S. 287-301.
Erscheinungsjahr:2015
zum Seitenanfang