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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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I. Die „Geschichte der Gartenkunst“ – ein Standardwerk seit 100

Ein neuer methodologischer Ansatz im Gegensatz zur „Geschichte der Gartenkunst“ wird in der 1993 herausgegebenen „Gartenkunst des Abendlandes“ deutlich. Den von Monique Mosser und Georges Teyssot zusammengestellten Kurzbeiträgen liegt eine kultur- und ideengeschichtliche Perspektivierung der Gartenkunstgeschichte zugrunde. Wie zuvor Gothein verwenden sie eine epochal-stilistische Gliederung. Auf einen kontinuierlichen stringenten Geschichtsablauf – der Gothein am wichtigsten war – wird aber verzichtet. Dadurch fehlen allerdings Kontextualisierungen und Bezüge.

Diesem Manko treten Stefan Schweizer und Sascha Winter in der 2012 erschienenen „Gartenkunst in Deutschland“ bewusst entgegen. Sie verzichten gänzlich auf epochale Zuschnitte und ermöglichen eine multi-perspektivische Sicht auf die Wissenschaft vom Garten. So kommen zum Beispiel auch die „Sozial- und Wirtschaftsgeschichte“ von Gärten oder „mediale Transformationen“ – Gärten im Film oder in der Malerei – zum Tragen.

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