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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Robert Schumann
1810-1856

(Komponist)

                            (UB Heidelberg: Inv.Nr./Signatur:Graph. Slg. P_1367)

1810
Robert Schumann wird am 8. Juni in Zwickau geboren.

1828
Abitur - Beginn des Jurastudiums in Leipzig - Klavierunterricht bei Friedrich Wieck

1829
Studienjahr in Heidelberg:

9. April
Letzte Klavierstunde bei Wieck
Auftritt als Pianist in einem Konzert in Zwickau
Mai
Schumann verläßt Leipzig. Über Weimar nach Frankfurt, Rheinfahrt
per Dampfschiff nach Koblenz, dann Rückfahrt nach Mainz
und mit einem "erbärmlichen Lohnwagen" nach Heidelberg
Ankunft am 11. Mai. Nach Ausleihe eines Flügels intensives
Klavierüben
Juni bis Oktober
Schumann reist über Karlsruhe, Baden-Baden in die Schweiz
und nach Italien
ab 15. Oktober
Schumann wieder in Heidelberg
November
Schumann übt Hummels fis-Moll-Sonate, "ein wahrhaft großes,
episches Titanenwerk und das Gemälde eines ungeheuren,
ringenden, resignirten Geistes." Er bittet Wieck um die Noten zu den
Klavierkonzerten von Moscheles und Hummel sowie von sämtl.
Walzern Schuberts
Dezember
Schumann komponiert einige Walzer im Stil Schuberts und übt für
sein Konzert am 24. Januar 1830 Moscheles' Alexandervariationen

WERKE:
- ABEGG-VARIATIONEN OP. 1 für Klavier (1829/30), ersch.: 1831
- TOCCATA OP. 7 für Klavier (1829-1833), ersch.: 1834

1830
Schumann an seine Mutter, 24. Februar 1830: "Thibaut ist ein herrlicher, göttlicher Mann; bei dem ich meine genußreichsten Stunden verlebe. Wenn er so ein Händel'sches Oratorium hei sich singen läßt (jeden Donnerstag sind über 70 Sänger da) und so begeistert am Klavier accompagnirt und dann am Ende zwei große Thränen aus den schönen großen Augen rollen, über denen ein schönes, silberweißes Haar steht, und dann so entzückt und heiter zu mir kommt und die Hand drückt und kein Wort spricht vor lauter Herz und Empfindung, so weiß ich oft nicht, wie ich Lump zu der Ehre komme, in einem solchen heiligen Hause zu sein und zu hören. Du hast kaum einen Begriff von seinem Witz, Scharfsinn, seiner Empfindung, dem reinen Kunstsinn, der Liebenswürdigkeit, ungeheuren Beredtsamkeit, Umsicht in Allem."
Schumann hört Paganini in Frankfurt/M. - Entscheidung für den Musikerberuf Rückkehr nach Leipzig - Fortsetzung der Studien bei Wieck

1832
Fingerlähmung - Ende der pianistischen Karriere

1833
Intensivierung der kompositorischen Tätigkeit

1834
gründet Schumann die 'Neue Zeitschrift für Musik'

1835-1840
Liebe zu Clara Wieck - Friedrich Wieck verbietet der Tochter jeglichen Umgang mit Schumann. Heimliche Verlobung mit Clara - Friedrich Wieck weist Schumanns Werbung ab. Prozess gegen Friedrich Wieck - positives Gerichtsurteil; daraufhin heiratet Schumann am 12. September Clara Wieck

1840
Promotion zum Dr. phil. an der Universität Jena Komposition von 138 Liedern

1843
Berufung als Kompositionslehrer durch Mendelssohn-Bartholdy an das Leipziger Konservatorium - Versöhnung mit Friedrich Wieck

1844
Konzertreise nach Rußland - Übersiedlung nach Dresden

1845
Schwere gesundheitliche Krise - Klavierkonzert a-Moll op. 54

1847
Schumann-Fest in Zwickau; Schumann wird »Liedmeister«; der Liedertafel in Dresden

1848
Gründung und Leitung des Vereins für Chorgesang in Dresden

1849
Fruchtbarstes Schaffensjahr: zahlreiche Vokal- und Instrumentalwerke

1850
Schumann wird Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf Sinfonie Es-Dur op. 97 (Rheinische Sinfonie)

1853
31. Niederrheinisches Musikfest erste Begegnung mit Brahms: Aufsatz Neue Bahnen in der NZfM Rücktritt von der Leitung der Abonnementskonzerte

1854

27. Februar
Halluzinationen und Selbstmordversuch
4. März
Überführung in die Nervenheilanstalt in Endenich bei Bonn

1856
Schumann stirbt am 29. Juli in Endenich und wird in Bonn beigesetzt.

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