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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Hilde Domin
1909 - 2006

(Schriftstellerin)

    Foto: Copyright Privatarchiv M. Tauschwitz
1909
geb. am 27. Juli 1909 in Köln [Anm.: bis 1999 gab Domin 1912 als Geburtsjahr an]

1929
Abitur am Merlo-Mevissen-Lyzeum in Köln

1929 - 1932
Studium in Heidelberg, Köln, Bonn und Berlin (zunächst Jura, später Nationalökonomische Theorie, Soziologie und Philosophie), Juli 1932 Diplom zum Volkswirt an der Universität Heidelberg

1932
Auslandsstudium in Italien, das ab 1933 zum Exilland wird

1933-34
Studium in Rom

1935
Diploma di Laurea am Istituto Cesare Alfieri in Florenz über "Pontanus als Vorläufer von Macchiavelli", danach wieder Rückkehr nach Rom, Privatunterricht Deutsch um den Lebensunterhalt zu bestreiten

1936
Heirat in Rom mit Erwin Walter Palm

1939
Flucht über Paris nach England; Sprachenlehrerin am St. Aldwyn’s College in Minehead von Januar bis Juni 1940

1940
Flucht über Kanada in die Dominikanische Republik; dort vielfältige Übersetzungstätigkeit, Architekturfotografin und Sekretärin ihres Mannes

1946
erste schriftstellerische Tätigkeit

1948 ‒ 1952
Deutschunterricht an der Universität von Santo Domingo

1951
Nach dem Tod der Mutter beginnt Domin zu schreiben

1953
Einjähriger Aufenthalt in den USA

1954
Rückkehr nach Deutschland. Erste Veröffentlichungen unter ihrem Pseudonym Hilde Domin (nach Santo Domingo) in der Zeitschrift "Hochland"

1955-1957
Erster Spanienaufenthalt, schriftstellerische Tätigkeit

1959
Domins erster Gedichtband "Nur eine Rose als Stütze" erscheint

1959-1961
Zweiter Spanienaufenthalt, Manuskript des Romans "Das Zweite Paradies"

1961
endgültige Übersiedelung nach Heidelberg

22.Februar 2006
gestorben in Heidelberg

 

Auszeichnungen:

1968 Ida-Dehmel Literaturpreis GEDOK

1971 Meersburger Droste-Preis

1972 Heine-Medaille

1974 Roswitha Medaille der Stadt Gandersheim

1976 Rilke-Preis

1982 Richard-Benz-Medaille der Stadt Heidelberg

1983

  • Nelly-Sachs-Preis
  • Bundesverdienstkreuz (I. Kl.)

1985 Ehrengast der Villa Massimo in Rom

1987/88 Poetikdozentur in Frankurt/Main

1988

  • Verdienstkreuz d. Landes Nordrhein-Westfalen
  • Elisabeth Langgässer Preis der Stadt Alzey (nicht angenommen)

1988/89 Poetikdozentur in Mainz

1990 Verdienstmedaille d. Landes Baden-Württemberg

1992

  • Friedrich-Hölderlin-Preis
  • Carl-Zuckmayer-Medaille
  • Preis der Stadt Heidelberg für Literatur im Exil
  • Medaille der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
1993
  • Sinsheimer-Preis d. Stadt Freinsheim
  • Ehrenprofessorin d. Landes Baden-Württemberg
1994 Großes Bundesverdienstkreuz

1995 Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung

1999

  • Jakob-Wassermann-Literaturpreis
  • Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen

27.07.2004 Ehrenbürgerwürde der Stadt Heidelberg

2005 Großer Verdienstorden der Dominikanischen Republik

 

Quelle: Tauschwitz, Marion: Dass ich sein kann, wie ich bin - Hilde Domin. Die Biografie. Heidelberg: Palmyra, 2009
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