Handschriften und Alte Drucke: Projekte
Erschließung von Pfälzer und oberschwäbischen Urkunden im Bestand der Universitätsbibliothek Heidelberg
Im Bestand der Universitätsbibliothek Heidelberg werden neben den mittelalterlichen Handschriften auch mehr als 3.000 Urkunden aufbewahrt. Bei insgesamt knapp 1.000 der Urkunden handelt es sich um Dokumente zur Geschichte der Kurpfalz sowie Heidelbergs und seiner Universität. Darüber hinaus deckt ein Teil der Sammlung die wichtige oberschwäbische Klosterlandschaft am Bodensee ab. Die Sammlung umfasst Urkunden vom 12. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, darunter zahlreiche Königs-, Kaiser- und Papsturkunden. Im Projekt wird dieser für die baden-württembergische Landeshistorie bedeutsame Teil des Urkundenbestands der UB Heidelberg nach aktuell gültigen wissenschaftlichen Standards erschlossen
Flankiert wird dieses Vorhaben durch die Digitalisierung und Onlinebereitstellung der Urkunden. Die so gewonnenen und miteinander vernetzten Informationen sollen zusätzlich in das im Aufbau befindliche landeskundliche Informationssystem für Baden-Württemberg LEO-BW eingebracht werden.
Kontakt
Dr. Maria Effinger, Tel.: 06221 / 54-3561
Dr. Uli Steiger, Tel.: 06221 / 54-2391
Vom Tresor in die Welt – Digitalisierung wertvoller Bestände baden-württembergischer Bibliotheken
Im Rahmen dieses Projekts haben sich die fünf großen Altbestandsbibliotheken in Baden-Württemberg zusammengeschlossen, um wertvolle, insbesondere unikale Bestände für die Wissenschaft und die interessierte Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Projektpartner sind die Universitätsbibliothek Freiburg, die Universitätsbibliothek Heidelberg, die Badische Landesbibliothek in Karlsruhe, die Württembergische Landesbibliothek in Stuttgart und die Universitätsbibliothek Tübingen. Die Koordination des Projekts übernimmt die Universitätsbibliothek Heidelberg.
Ziel ist die Digitalisierung, Erschließung und webbasierte Bereitstellung herausragender Altbestände baden-württembergischer Bibliotheken. Aus den Heidelberger Tresoren werden u.a. Handschriften aus Kloster Salem und Pfälzer Urkunden digitalisiert.
Die digitalen Faksimile sollen 2012 – zum sechzigjährigen Jubiläum Baden-Württembergs – in das neue Portal LEO-BW – Landeskunde entdecken, erleben, erforschen online integriert werden.
Kontakt
Dr. Maria Effinger, Tel.: 06221 / 54-3561
Dr. Karin Zimmermann, Tel.: 06221 / 54-2592
Bibliotheca Laureshamensis – digital: Virtualisierung der Klosterbibliothek von Lorsch
Ziel des Projektes ist es die Bibliothek des zum UNESCO-Welterbe erhobenen Klosters Lorsch virtuell wieder erstehen zu lassen und damit die intellektuellen Grundlagen des Klosters und darüber hinaus das Weltbild der Karolingerzeit sicht- und erforschbar zu machen. Bei ihrer Bedeutung für die mittelalterliche Wissens-, Schreib- und Klosterkultur stehen die heute über mehr als 60 Bibliotheken weltweit verstreuten Handschriften bisher nur in wenigen Abbildungen zur Verfügung, deshalb wird bereits die Abruf- und Überprüfbarkeit der Handschriften in Form von Digitalisaten einen deutlichen Fortschritt darstellen. Darüber hinaus soll die Bibliothek in Form eines Handschriftencensus erschlossen und über eine Datenbank recherchierbar gemacht werden. Eine Vernetzung mit existierenden Katalogeinträgen und Texteditionen soll diesen einmaligen Bestand für die weitere wissenschaftliche Bearbeitung und Forschungsinteressen unterschiedlichster Fachrichtungen zugänglich machen. Homepage des Projekts
Kontakt
Dr. Maria Effinger, Tel.: 06221 / 54-3561
Erschließung, Erhaltung und Bereitstellung des Nachlasses des Archäologen Ernst Wahle (1889-1981) im Bestand der Universitätsbibliothek Heidelberg
Ernst Wahle (1889-1981), Professor für Ur- und Frühgeschichte in Heidelberg, ist eine der prägenden Gestalten der prähistorischen Archäologie Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In seiner langjährigen Doppelfunktion als Universitätslehrer und Bodendenkmalpfleger kam ihm auf beiden Gebieten für Baden eine Pionierrolle zu.Im Bestand der Universitätsbibliothek Heidelberg wird seit zwanzig Jahren sein umfangreicher wissenschaftlicher Nachlaß verwahrt (Signatur: Heid. Hs. 3989). Es handelt sich um ein reichhaltiges Wissenschaftsarchiv mit Lebensdokumenten, Notizen, Exzerpten, Korrespondenzen, Manuskripten, Sonderdrucken etc. sowie ca. 18.000 Glasplattennegative/positive, darunter Aufnahmen heute verschollener archäologischer Objekte von baden-württembergischen Fundorten. Der Nachlaß soll komplett in der Nachlassdatenbank „Kalliope” erschlossen und das Bild- und Aktenmaterial in Auswahl digitalisiert und online bereitgestellt werden.
Bearbeiter
Dr. Christian Gildhoff, Tel.: 06221 / 54-2467
Rekatalogisierung der Codices Palatini germanici
Die Codices Palatini germanici, der wichtigste Heidelberger Handschriftenfonds, sind in zwei 1887 und 1903 erschienenen Katalogen erschlossen, die heutigen Anforderungen nicht mehr genügen. Aus diesem Grund wird der Bestand seit Oktober 1996 neu bearbeitet. Die Katalogisierung wird von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Drei Teilbände (Cod. Pal. Germ. 1-181; Cod. Pal. germ. 182-303; Cod. Pal. germ. 304-495) sind bereits erschienen. Die Katalogisate werden sukzessive auch über die Handschriftendatenbank "Manuscripta Mediaevalia"
online verfügbar gemacht.
Bearbeiter
Dr. Karin Zimmermann, Tel.: 06221 / 54-2592
Dr. Pamela Kalning, Tel.: 06221 / 54-3513
Von Mai 2006 bis April 2009 digitalisierte die Universitätsbibliothek Heidelberg in einem auf drei Jahre angelegten Projekt, das durch die großzügige finanzielle Zuwendung der
Manfred-Lautenschläger-Stiftung ermöglicht wurde, alle Handschriften dieses Bestandes und stellte sie online zur Verfügung. Auf einer zentralen Seite sind alle Handschriften aufrufbar. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die wissenschaftliche Erschließung der in den 848 deutschsprachigen Handschriften enthaltenen Buchmalerei in der Bilddatenbank HeidICON.
Katalogisierung der Codices Salemitani
Von den Codices Salemitani, einem der bedeutendsten Handschriftenfonds der Universitätsbibliothek Heidelberg, waren bislang nur die mittelalterlichen und nichtliturgischen Teile durch einen im Jahr 2000 erschienenen Katalog erschlossen. Seit November 2007 werden nun auch die 298 mittelalterlichen und neuzeitlichen liturigischen sowie die neuzeitlichen nichtliturgischen Handschriften in einem Katalogisierungsprojekt bearbeitet. Die Katalogisierung wird von der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg gefördert.
Bearbeiter
Dr. Uli Steiger, Tel.: 06221 / 54-2391
Dr. Andrea Fleischer, Tel.: 06221 / 54-2399
