Bauprojekt Triplex-Norderweiterung der Universitätsbibliothek
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Ausgangssituation
Unmittelbar an den Nordflügel des Hauptgebäudes der Universitätsbibliothek in der Altstadt schließt der sogenannte "Triplex-Komplex" an, der das gesamte Areal zwischen der Sandgasse und der Grabengasse nördlich des UB-Altbaus umfasst. In den 1970er Jahren erbaut, beherbergt der Triplex mehrere Institute der Universität sowie Einrichtungen des Studentenwerks: die Triplex-Mensa, die Cafeteria "Eat&Meet", die Studentenbücherei und das InfoCenter. Des weiteren sind einige externe Dienstleister in diesem Komplex untergebracht (eine Arztpraxis, eine Filiale der Deutschen Post).
Bis zum Frühjahr 2009 waren im Triplex auch das Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften und das Institut für Soziologie untergebracht. Mit dem Auszug dieser beiden Institute aus dem Triplex-Komplex nach Bergheim sind Flächen frei geworden, die der Universitätsbibliothek zur Nutzung zugewiesen sind.
Die Erweiterung der Universitätsbibliothek ist dringend erforderlich, da sie als zentraler Lern- und Arbeitsort unter starkem Arbeitsplatzmangel leidet und als Archivbibliothek des Heidelberger Bibliothekssystems auf weitere Bestandsflächen angewiesen ist. Die Aufenthaltsqualität im Altstadtgebäude der UB soll durch die Norderweiterung der UB in den Triplex hinein erheblich verbessert werden.
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- Grundriss 3.OG Triplex - 4.ZG Universitätsbibliothek; © ap88
Nach dem Umbau: Veränderungen im Altbau und im Triplex
Künftige Gestaltung des Altbaus
Der Freihandbereich im Altbau wird erheblich vergrößert, so dass wesentlich mehr Literatur im direkten Zugriff ausgeliehen werden kann. Die ehemaligen Magazinflügel des Gebäudes (West-, Nord- und Ostflügel) sollen möglichst vollständig wieder ihrer ursprünglichen Funktion, der Bestandspräsentation, zugeführt werden. Dafür werden die internen Betriebsabteilungen im Ostflügel in den Triplex verlagert.
Die Zugänge zu Ausleihe und Lesesaal werden deutlich verbreitert und modernisiert.
Ein neues Treppenhaus, das im ehemaligen Treppenschacht an der Sandgassenseite entsteht, wird die Freihand- und Lesesaalbereiche erschließen. Sobald dieses erbaut ist, werden die derzeitigen innenliegenden blauen Treppen, die die jeweiligen Stockwerke des Freihandbereichs bzw. des Lesesaalbereichs miteinander verbinden, abgebaut.
Der Handschriftenlesesaal wird in den Ostflügel des Erdgeschosses verlagert, wo sich derzeit die interne Abteilung "Medienbearbeitung I" befindet. Die dortigen Mitarbeiterbüros werden für die neue Funktion überarbeitet, vor allem werden Einbauten der 80er Jahre (z.B. die Galerie) entfernt, um die ursprüngliche Raumstruktur wieder herzustellen. Der neue Handschriftenlesesaal soll einen repräsentativen Charakter erhalten, um dort auch größere Veranstaltungen mit Handschriften-Präsentationen abhalten zu können. Die dort untergebrachte Abteilung wird in den Ostflügel des Triplex umziehen.
Es ist geplant, auch die Galerie im Informationszentrum (IZA) zu entfernen, die Fassade zum Innenhof zu sanieren und die defekten Fenster in IZA und Multimediazentrum (MMZ) zu erneuern, insbesondere diejenigen, deren Glasflächen im Laufe der Jahre erblindet sind.
Im Untergeschoss wurde die neue, große Toilettenanlage bereits in Betrieb genommen. Im Bereich vor dem Laptoplernraum stellt das Studentenwerk weitere Getränke- und Snackautomaten auf.
Künftige Gestaltung des Triplex
Eine neue großzügige Leselandschaft im Triplexgebäude wird sich über die drei Stockwerke 2. bis 4. OG erstrecken. Geplant sind rund 1.000 Benutzerarbeitsplätze, darunter 20 Einzelkabinen/Carrels, die für längere Zeiträume zur exklusiven Nutzung angemietet werden können, 12 Gruppenarbeitsräume mit jeweils 4 bis 8 Arbeitsplätzen, mehrere Schulungsräume sowie legere Lese- und Ruhezonen. Auf den Stockwerken 2 und 3 werden große neue Toilettenanlagen eingebaut.
Ein neues zentrales Treppenhaus sowie ein Aufzug an der Schnittstelle zwischen Altbau und Triplex werden die einzelnen Stockwerke der beiden Gebäudekörper miteinander verbinden.
Dem bislang unangenehmen Raumklima im Triplex wird durch eine deutlich größer dimensionierte Lüftungsanlage mit hoher Frischluftzufuhr entgegengewirkt.
Lichtarchitekten gestalten die großen Flächen mit einem Konzept zur optimalen Raumausleuchtung. Im Ostflügel des Triplexgebäudes werden Mitarbeiterbüros und Verwaltungsräume eingerichtet, so z.B. für die Abteilungen der Medienbearbeitung und der Technischen Dienste sowie für die Fachreferenten.
Die Außenfassaden des Triplexgebäudes werden saniert, die Fenster zum großen Teil ausgetauscht bzw. erneuert.
Zeitlicher Rahmen der Baumaßnahmen
Das Bauprojekt ist in zwei Bauabschnitte (1. und 2. BA) unterteilt.
Der 1. Bauabschnitt hat bereits 2009 begonnen und wird bei planmäßigem Ablauf voraussichtlich Ende 2011 zum Abschluss kommen.
Dabei handelt es sich im wesentlichen um Baumaßnahmen im Altbau sowie Sanierungsarbeiten im Triplexgebäude. Der 1. BA ist auf den Ostflügel des Triplex, die Grabengassenseite, beschränkt. Ende 2011 werden voraussichtlich ein Teil der Mitarbeiterräume in den Ostflügel des Triplexgebäudes verlagert.
Dann stehen dort auch rund 150 neue Benutzerarbeitsplätze sowie die 20 neuen Einzelkabinen und 8 Gruppenarbeitsräume mit 43 Arbeitsplätzen zur Verfügung.
Der 2. Bauabschnitt wird bei planmäßigem Ablauf 2012 beginnen. Nach Abschluss der Sanierung des Ostflügels werden nun die drei Geschosse des Zentralbaus wie des Westflügels neu gestaltet. Im Innenbereich des Zentralbaus wird künftig das Zeitschriften-Freihandmagazin und die Lesesaalliteratur aufgestellt sein. An den Fensterflächen gen Norden sind große Lesezonen vorgesehen. Im Westflügel zur Sandgassenseite entstehen weitere Gruppenarbeits- und Schulungsräume. Dort wird künftig auch das Schulungsteam untergebracht sein.
Dieser Bauabschnitt beinhaltet die Umbauarbeiten des neuen Lesebereichs im Triplex sowie die Vergrößerung des Freihandbereichs im Altbau.
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- Visionen / Planungsbeispiele; © ap88
Allgemeine Hinweise zum Benutzungsbetrieb
Nach Abschluss aller Bauarbeiten wird Ihnen die Universitätsbibliothek eine großzügige Leselandschaft sowie einen großen Teil des Medienbestandes im Freihandzugriff anbieten können. Die heute oft beengte Situation in den Lese- und Benutzungsbereichen wird sich dadurch deutlich entspannen.
Bis zum Abschluss der Bauarbeiten werden jedoch Sie als Benutzer und wir als Mitarbeiter teilweise erhebliche Einschränkungen des Bibliotheksbetriebes in Kauf nehmen müssen.
Im Rahmen der Baumaßnahmen, insbesondere bei Betonsägearbeiten, wird immer wieder mit starker Lärmbelästigung zu rechnen sein, auch kann es zu Beeinträchtigungen hinsichtlich Staub und Schmutz kommen.
Leider ist es nicht möglich, bestimmte insbesondere lautere Arbeiten zuverlässig im Voraus anzukündigen. Auf einer Großbaustelle arbeiten in der Regel viele Gewerke in Abhängigkeit zueinander und stimmen sich oft unmittelbar ab, wann welche Arbeiten erledigt werden. Durch unvorhergesehene Zwischenfälle, ein plötzlicher Ausfall eines Gerätes, fehlendes Material u.ä. verschieben sich solche Arbeiten dann bzw. werden schnell noch am Abend angehängt, obwohl sie eigentlich tags drauf eingeplant waren. Daher informieren wir Sie nur über Arbeiten, die wir zuverlässig benennen und terminieren können.
Für die Beeinträchtigungen während der gesamten Baumaßnahmen bitten wir um Ihr Verständnis.
Bei Fragen und Anmerkungen kontaktieren Sie bitte
Herrn Uhler oder
Herrn Wolf.







