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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Universitätsbibliothek

Aufgaben der Bestandserhaltung

In der Universitätsbibliothek Heidelberg sind von über 3 Mio. Medieneinheiten ca. 1 Mio. aufgrund ihrer Papierzusammensetzung bedroht. Da viele Druckwerke aus dem Zeitraum nach 1850 bereits durch mittleren bis starken Papierzerfall gekennzeichnet sind, werden die wichtigsten und in ihrer Substanz am stärksten gefährdeten Werke vorrangig für bestands- und informationserhaltende Maßnahmen ausgewählt.

Zu den besonders schützenswerten Beständen der Bibliothek zählen

  • Werke, die für Wissenschaft und Kultur langfristig unverzichtbar sind
  • Schriftgut, das regional, national und international zum Kulturerbe gehört und als Original und Zeugnis der Vergangenheit lebendiges Erinnern ermöglicht
  • geschlossene historische Sammlungen und Spezialbestände.

In der Bestandserhaltung kommen sowohl Massenverfahren als auch Restaurierung und Konservierung im Einzelverfahren zum Einsatz.

Die Restaurierung von Handschriften und wertvollen Drucken führt das Institut für Erhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut des Landesarchivs Baden-Württemberg durch. Massenverfahren werden in Kooperation mit dem Institut an ausgewählte Firmen vergeben.

2015 wurden vom Fachbeirat der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) die Bundesweiten Handlungsempfehlungen zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts in Archiven und Bibliotheken veröffentlicht. Der Fachbeirat der KEK legt mit den „Bundesweiten Handlungsempfehlungen“ eine umfassende Bilanz zu Schäden und Gefahren für das schriftliche Kulturerbe in Archiven und Bibliotheken Deutschlands vor. Gleichzeitig fasst das Papier erstmals in einem sparten- und länderübergreifenden Gesamtkonzept Aufgabenfelder zusammen, die zur Sicherung des schriftlichen Kulturguts gestärkt werden müssen. Mit Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Kulturstiftung der Länder (KSL) hat die KEK mit den „Handlungsempfehlungen“ einen Wegweiser geschaffen, der für zielführende Abstimmungen und die erforderliche einrichtungs- und länderübergreifende Zusammenarbeit aller Verantwortungsebenen Orientierung bietet.

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