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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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Der Adventskalender der UB 2017

Das Bild zum 3. Dezember

Toskanische Landschaft im 15. Jahrhundert

Über Jahrhunderte hinweg war die „Naturalis historia“ (auch „Historia naturalis“) des römischen Historikers und Schriftstellers Gaius Plinius Secundus (* 23/24–79 n. Chr.) eine grundlegende Natur-Enzyklopädie. Das systematisch aufgebaute Werk, das um 77 n. Chr. entstanden ist, befasst sich mit verschiedensten Themen von der Medizin bis zur Kunst. Aufgebaut in 37 Büchern gehört es bis heute zu den wichtigsten Quellen des antiken Wissens, wie es um 50 n. Chr. verbreitet war.

Die Miniatur zum Vorwort zeigt drei äsende Rehe. Im Hintergrund sind Hügel und bewehrte Städte zu erkennen, im Mittelgrund stehen sechs Säulenzypressen, wie sie für die Toskana typisch sind.

In dem Medaillon in der Bordüre unten, in der normalerweise das Wappen des Besitzers eingefügt ist, prangt ein Stempel der Bibliotheca Apostolica Vaticana.

Die Handschrift kam aus der Büchersammlung Ulrich Fuggers in die Bibliotheca Palatina und war dann eine von mehr als 3.500 Handschriften, zusammen mit ca. 13.000 Druckschriften der berühmten Bibliotheca Palatina 1623 nach Rom abtransportiert wurden. Nach der Eroberung Heidelbergs durch Tilly im September 1622 hatte der siegreiche Herzog Maximilian von Bayern die Bibliotheca Palatina Papst Gregor XV. geschenkt. Der Codex wurde im Rahmen des Projektes „Digitalisierung der Codices Palatini latini in der Biblioteca Apostolica Vaticana in Rom“ digitalisiert.

Aus: Gaius Plinius Secundus: Naturalis historia, Italien (Florenz), 15. Jh
Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Pal. lat. 1559, 1r
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